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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1936-01-01 · Heft 5 · p. Seite 397

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
80 (1936)
Issue
Heft 5
Article
Die Bedeutung der verschiedenen Punktationssysteme für die Aussprache des Hebräischen
Date
1936-01-01
Page
Seite 397 (sequence 8)
Language
German
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Adolf Kober: Ein aus dem Judentum stamm. Prof. d. Rheinlandes 397 auf den heutigen Tag. Die pal. Aussprache eroberte sich Mittel- und Osteuropa, den Jemen, Persien und Daghestan28. Ihr ist die tib. Punktation eher adäquat als der seph. Aussprache. Diese ist im wesentlichen wohl die ältest bezeugte, jene die der groben Massoreten in Tiberias. Bin aus dem Judentum stammender Professor des Rheinlandes im Anfang' des 19. Jahrhunderts* Von AdolfKober. Das Zeitalter der Aufklärung hat auch im Rheinland die Juden in den Kreis seiner Bil dungsbestrebungen einbezogen. Der Mainzer Erzbischof und Kurfürst Friedrich Karl Josef von Ertal (1774—1802), der die Universität Mainz unter dem Einfluß der Aufklärung erneuerte und mit großen Feierlichkeiten neu eröffnete, hat sie auch den Juden zugänglich gemacht. Die Doktorpromotion des Dr. med. Josef Hamburg i. J. 1787 ist ein interessantes Zeichen der neuen Zeit, die im Erzbistum Mainz angebrochen war; sie hat auch die Aufmerksamkeit Wilhelms von Humboldt erregt* 1. Ähnlich lagen die Verhältnisse in Bonn, woselbst i. J. 1777 die neue Akademie von dem Kurfürsten Maximilian Franz errichtet und eingeweiht wurde und auch Juden studierten, allerdings nicht promoviert werden durften2. Die französische Zeit hat die Gleichberechtigung der Juden auch in dem linksrheinischen Gebiet durchgeführt; die Schutz- 28 Idelsohn a. a. O. 1 s. Heinrich. Schrohe, Aktenstücke zur Geschichte der Mainzer Universität. Archiv für hessische Geschichte und Altertumskunde. N. F. 16 (1929) S. 188 f. Wilhekn von Humboldt schreibt bei seinem Aufenthalt in Mainz am 7. Oktober 1788 in sein Tagebuch, hrsg.• v. Albert Leitzmann, . I. Bd., 1788—1798, Berlin 1916, S. 40: ״lieber Mangel an Aufklärung in Maynz scheinen doch die Klagen ungerecht. So war gerade ein Jude zum D. Medicinae promoviert worden, zwar noch nicht eigentlich publice, sondern nur im! anatomischen Theater. Doch, sagte So ernenn g, wird es g*ewiß auch bald׳ publice geschehn. Auch ein Protestant hatte promoviert. Die Universität ist bloß vom Papst, nicht vom Kaiser privilegirt. Bei der Promotion des Juden waren die Worte apostolica et caesarea autoritate w.eggelassen worden: Hein se, ein Protestant, ist Lekteur und Bibliothekar des Kurfürsten und immer um ihn .. T; vergl. A. Kober in der Festschrift zum 75jährig. Bestehen des Jüdisch-Thealogischen Seminars Fraenckelscher Stiftung II (1929) S. 191 ff. 2 s. A. Kober in MGWJ 75 (1931) S. 120£

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