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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1936-01-01 · Heft 5 · p. Seite 391

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
80 (1936)
Issue
Heft 5
Article
Die Bedeutung der verschiedenen Punktationssysteme für die Aussprache des Hebräischen
Date
1936-01-01
Page
Seite 391 (sequence 2)
Language
German
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Die Bedeutung der verschiedenen Punktationssysteme 391 Keines dieser drei Systeme ist von vornherein fertig gewesen; sie haben alle eine langdauemde Entwicklung durchgemacht. Diese Entwicklung ist aus den bereits veröffentlichten Hss und den Fotokopien abzulesen; sie ist besonders wertvoll, da sie uns Fingerzeige für die massorethischeSprache gibt, weil sie uns zeigt oder wenigstens vermuten läßt, wie die Ansche hammassora die hebr. Sprache ausgesprochen haben. Während die Tiberienser die Vokale unterhalb der Konsonantenreihe anbrachten, sind die beiden anderen Punktationen supralinear. Aber das ist nur ein äußerlicher Unterschied. Der Hauptgegensatz zwischen den verschiedenen Richtungen ist oder war der, daß die Tiberienser genauer waren als die beiden anderen Schulen, besonders als die Palästinenser. Damit ist auch die Rezeption der tib. Vokalisation zu erklären. Die Palästinenser schufen zwei Zeichen für a, die sie öfters entsprechend tib. — und 7־, jedoch in vielen Hss promiscue anwandten. Es gibt auch Hss, in denen das gleiche Zeichen für —7 —7 Kamez katan3, sogar auch für ־7־ benutzt ist. So ist z. B. in der durch Kahle veröffentlichten ll.Keroba4 pal. אהלי tib. אהלי, und pal. יעקב tib. ׳!עקב dagegen in der 13. Keroba5 pal. קדשו tib. it£h£ zu finden. In den bab. Hss ist prinzipiell unterschieden zwischen Kamez und Pathach, dagegen ist das Zeichen für Kamez katan identisch mit dem Zeichen für Cholem (wie in dem dritten der obigen Beispiele der pal. Vokalisation) oder auch Kibbuz. So haben wir z. B. in Klagelieder 1, 26: v I V y ß״ . v U : . ..ע v. .. 7 .. , » v v . v y. v i> . : 7 בכו תבכה בלילה וד&עתהעל לחיה אין לה מנחם &כל אהביה כל רעיה בגדו בה היו' לה לאילים. Aus diesen kurzen Proben geht neben anderem hervor, daß die Bab. und Pal. mit den Vokalen sparsamer umgingen als die Tib.; ferner, daß A, das bab. Zeichen für tib. ־ך in בלילה auch 3 S. Klein, Beiträge z. Geographie u. Geschichte Palästinas, MGWJ 67, S. 202 fg. * Hs. Cambridge H. 16, 3a, MdW, I., Seite k» 5 Das. Seite ז 6 MT., Seite 106.

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