Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 80 (1936)
- Issue
- Heft 4
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1936-01-01
- Page
- Seite 365 (sequence 2)
- Language
- German
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Besprechungen 365 Probst von Dobrzyoa 4800 Gulden 1. Juli 1701 s. Posener Staatsarchiv Krot. C 32 Bl. 26, 1739 und 1781: 15 000 G. das. C 36 I Bl. 31, 1785 mehr als 50 000 G. das. C 33 Bl, 118 f. Die von der gleichen Gesellschaft edierten und in vorliegender Zeit״ schrift oft besprochenen Jiwobleter sind bis zum neunten Bande ge״ diehen und geben rühmliche Kunde von ihrem Leitmotiv ״nihil judaici a me alienum puto“. Es ist bezeichnend, daß kraftvolle Mitwirkung ebenso aus Nordamerika wie aus Südafrika, Kuba, Palästina und der Schweiz verzeichnet wird (Anhang ידיעות zum neunten Bande, S. 12—16). F r i e d m a n, F i 1 i p, Dzieje Zydöw w Lodzi, od pocz^tköw osadnictwa do roku 1863 (Geschichte der Juden in Lodz von den Anfängen der Ansied״ lung bis zum J. 1863), Lodz 1935. 391 S. Im Verlage der Lodz er Abteilung der jüdischen׳ Landeskundlichen Gesellschaft in Polen. Die Gemeinde hat nach kurzem Intervall ihren zweiten Monographen gefunden (MGWJ 1935, S. 462 f.) und diesmal einen größeren. Sie ist bis 1931 auf 226 000 Seelen angewachsen. Verf. behandelt, zum Teil auf archivalischem Material fußend, in zehn Abschnitten Bevölkerung, Judenstadt, Kampf um Erweiterung des Wohnrechts, Wirtschaft, Handel, Kaufmannschaft, Industrie, Handwerk und andere Berufe, gesellschaftliche Verhältnisse sowie die Rolle der Juden im Wirtschaftsleben, Bibliographie und Indices geben wünschenswerte Aus״ künfte, Tabellen,, Statistiken, Karten und Pläne vortreffliche Übersichten. F. hat durch eine große Reihe von Abhandlungen in polnischer, deutscher, hebräischer und jiddischer Sprache zur jüd. Geschichte und zur Lodzer Stadtgeschichte sich Anerkennung erworben. Vgl, ■aiuch MGWJ 1928 S. 279 ff., 1936 S. 155 f. Die Behandlung der Geistesgeschichte steht noch aus, Mitteilungen über Rabbiner Jecheskel s.בית מאיר על א״ודן, Josefow 1876, TitelbL, Vorw., zu:יחד, Warschau 1870, TitelbL, Vorw., אוצר ישראל VI 3. Die Mitteilung auf S, 217 betreffend den Kalischer Rabbiner Akiba Eger aus dem J. 1824 ist ein lapsus calami. R. Akiba war nie Rabbiner in K., und sein Sohn R. Salomo amtierte 1824 noch nicht dort (Festschrift Haxkavy, Petersb. 1908, S, 155 und Anm, 3, חופ£ המשולש> Drohobycz 1908, S. 70b Anm!.). Louis Lewin. Spomenica, eine Maimonides״Gedenkschrift, herausgegeben von der Gesellschaft ״La Benevolencia“, Sarajevo, 1935. Serbokroatisch. Den Aufsätzen über M.s Leben und Schaffen geht ein Bericht über die Maimonidesfeier in Cordova voraus. An dieser nahm der Sarajevoer Rabbiner, Dr. M. Levi als Vertreter der Benevolencia teil; seine in spanischer Sprache gehaltene Rede ist abgedruckt (S. 25). Wertvoll ist die Arbeit von Baruch. Kalmi: Spanien zur Zeit M.s, in welcher gezeigt wird, wie noch heute in der spanischen Sprache der Ein״ fiuß der islamischen Kultur zu spüren ist. In populärer Form und klarer Sprache gibt Leopold Fischer einen . sehr guten Überblick über die Werke Maimunis. Stillschweigend wird die moderne Forschung berücksichtigt, doch vermißt man Quellenangaben und Anmerkungen. Auch wird nicht unterschieden zwischen Werken, welche bestimmt von M. stammen und solchen, die ihm nur zugeschrieben werden.