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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1936-01-01 · Heft 4 · p. Seite 351

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
80 (1936)
Issue
Heft 4
Article
Zur wissenschaftlichen Talmudpflege in der neueren Zeit
Date
1936-01-01
Page
Seite 351 (sequence 2)
Language
German
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Zur wissenschaftlichen Talmudpflege in der neueren Zeit 351 Bei mündlich tradierten Texte ist dagegen mit der Herstellung eines Textes, so gut ihn auch die Kritik finden mag, das Pro״ blem noch nicht vollständig gelöst, da ja noch weitere Möglich״ keiten für originale Text parallelen offen stehen. Ein abschließendes Urteil über das, was Horovitz für die Edition geleistet hat, steht uns nicht zu. Der neue Heraus״ geber, Finkeistein, gibt uns einen übersichtlichen Rechenschafts״ bericht in seinem Aufsatz ״Prolegomena to an Edition of the Sifre on Deutoronomy" (American Academy for Jewish Rese״ arch 1931—19327 S. 3—42). Vgl. auch seinen Aufsatz ״Impro״ ved Readings in the Sifre" (ebd. Vol. IV S. 43—51), ferner seine ״Studies in the Tannaitic Midrashim" (ebd. Vol. VI S. 189—228). Der neue Sifre״Band hat seinen Eigenwert sowohl im Text״ teil als auch im zweispaltigen, kritischen und erklärenden Appa״ rat. Der Text selbst ist die Frucht kritischer. Arbeit. F. hat das ehrliche Bestreben, einen säubern und vollständigen Text zu geben. Nach dieser Richtung ist er weiter gegangen als seine Vorgänger, einmal durch die größere Ausführlichkeit, die er der Vergleichsarbeit widmet. Er hat alle erreichbaren Drucke und Manuskripte, insbesondere auch Genizafragmente, heran״ gezogen. Um einen guten Text zu gewinnen und manche Dunkelheiten aufzuhellen, benutzt er reichlich die neuesten Fachschriften und Aufsätze sowie Horovitz Erklärungen. Bei dem außerordentlich reichen Variantenmaterial, das von F. gebucht wurde, lassen sich deutlich zwei Hauptgruppen unterscheiden. Zur einen gehören solche, die auch bei einem schriftlichen Urtypus möglich sind, und sich leicht aus Unzu״ länglichkeiten der Abschreibetechnik, aus Verschreibungen, miß״ verständliches Lesen und Verbessernwollen von nichtverstande״ nen seltenen Wertformen und Fremdwörtern erklären lassen. Daneben finden sich Ausdrucksvarianten, die verschiedene Worte und Stilformen gebrauchen, wie z. B. S. 3 Z. 9 מי שיכול und מי שיודע; S. 4 Ende והפכו עורף und והפכו קדל; S. 8 Z. 7 כעניין שנאמר und לקיים מה שנאמר; S. 13 Z. 7—10 hat ein Satz eine Reihe von Ausdrucksvarianten aufzuweisen שכר היא לכם ישיבתכם und עשיתם לכם את המנורה; הנאד, היא לכם ישיבתכם und עשיתם לבם את כלי מנורה גדולה usw.; S. 14 Z. 1 רע היא הבשלה und קשה היא הבטלה ebd. Z. 7 כשאתם כככסים לארץ und כשתכנסו לא״י; S. 15 Z. 4—5 הדבק לשחין וישתחן לן und

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