Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 80 (1936)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Stilkritisches zum jüdischen Gebet
- Date
- 1936-01-01
- Page
- Seite 350 (sequence 12)
- Language
- German
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350 Michael Guttmann Zum Schluß sei nur ganz kurz angemerkt, daß bei den Samaritanern und besonders bei den Karäern die Schluß-Eulogie in den einfachsten Formen erscheint: bei jenen finden wir ברוך שם קדשך לעולם oder etwa יתברך ברוךאלהינו לעולם וברוך שמו לעולם, bei diesen so gut wie ausschließlich den Psalmvers ברוך י׳י לעולם אמן ואמן. Zur wissenschaftlichen Talmudpfiege in der neueren Zeit. (Fortsetzung*.) Von Michael Guttmann. Zum ersten Teil, in dem die neuesten Editionen besprochen wurden, ist noch ein Werk zu ergänzen, an dem seit zwei Jahrzehnten gearbeitet wird und nun in Fortsetzungen erscheint. Die Gesellschaft zur Forderung der Wissenschaft des Judentums veröffentlicht Corpus Tannaiticum, Abteilung 3, Halachisehe Midraschim Teil 3: Siphre zu Deuterono״ m i u m. M. & H. Marcus V er1 a gr Br e s 1 a u 1936. Lieferung I—II (Bogen 1—8). Der erste Band (Siphre zu Numeri) ist mit kritischem Apparat, Noten, Einleitung, Ergänzungen und Sifre Zutta zu Numeri von Dr. H. S. Horovitz ebenfalls in der Schriftenreihe der ״Gesellschaft“ 1917 erschienen. Der Schlußband hat infolge des frühen Heimgangs des sei. Herausgebers lange auf sich warten lassen; an seine Stelle trat Dr. Louis Finkeistein, Professor am Jewish Theological Seminary in New York. Midraschisch-talmudische Quellen werke sind Texte, die mündlich überliefert wurden. Dem kritischen Herausgeber solcher Werke erwachsen hieraus eigenartige Probleme. Der Bearbeiter schriftlicher Originalwerke hat bloß e i n Original zu rekonstruieren; ersterer aber muß mit der Möglichkeit mehrerer Originale rechnen. Aus dieser Unterscheidung ergeben sich auch für die bezüglichen kritischen Apparate verschiedene Bewertungen. Wo die Abschriften bloß eine Ur- Vorlage hatten, kommt es dem Kritiker nur darauf an, aus der Menge der Varianten ei n en Text zu gewinnen, der den kritisehen Anforderungen des Originals am besten gerecht wird. 1 S. o. S. 19 ff.