Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 80 (1936)
- Issue
- Heft 3
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1936-01-01
- Page
- Seite 304 (sequence 5)
- Language
- German
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304 Besprechun gen sind, ist nicht mehr als Vermutung. Die Annahme L.s, daß der Midrasch unter שלא שצו את שמם nicht die Personennamen, sondern den Volksnamen: Hebräer verstanden habe, wird durch Wajikra rabba 32, 5 widerlegt. In einem kleinen Beitrag, für den die Überschrift: Mbise ä la lumiere de Thistoire nicht glücklich gewählt ist, stellt A. Galante einen! Aus״ schnitt der biblischen Gesetze den Codices Hammurapis und der Chetiter gegenüber. G. will im Pentateuch selbst eine Entwicklung feststellen? als Beispiel führt er Lev 20, 9 und Deut 27, 16 an. Es passiert ihm dabei das Malheur, daß er 0קלל und ״מקלה gleichsetzt. Zumindest hätte angegeben werden sollen, ob es sich um eine entlehnte oder eigene Konjektur, wenn eine solche in; Frage kommt, handelt. Die Ihn Esraforschung ist durch 2 Arbeiten gefördert worden. J. Z. Fleischer veröffentlicht zum ersten Mal eines der kleinen astrologischen Werke I. E.s, das ספר ממאורות auf Grund einer Vatikanhandschrift. In der Einleitung (hebräisch) bedauert der Herausgeber, daß ׳es ihm unmöglich war, auch die anderen Handschriften heranzuziehen. An Hand von einigen Stellen zu Exodus zeigt S. Kr ä ü ß (deutsch), daß unter allen mittel alter״ liehen I. E.~Erklärern der Vorzug Joseph Bonfils, dem Verfasser des צפנת פענח, ,gebührt, dessen kritische Methode fast modern anmutet. Eine interessante Untersuchung der auf Moses bezugnehmenden Mi״ draschim (ausführlich besprochen von Heller in dieser Zeitschrift, Bd; 77, 391 f.) hat Hale.vy zum Autor. H., der sich dabei als guter hebräischer Stilist erweist, verwertet Pariser; und Londoner Handschriften, die zum Teil von der bisherigen Forschung unbeachtet blieben. Besonders wertvoll ist die zum ersten Mal veröffentlichte פתיחה :ZV ,סדרמתן תורד, einem ,J>erasch“ zum Wochenfest. J. Reicher geht mit Erfolg den midraschischen Spuren in der Bibel selbst nach (hebräisch). R. scheint S. Feist, Die Ety״ mologie des Namens Israel, 'MGWJ, Bd. 73, S. 317 ff. unbekannt zu sein. M. Mibasa n resümiert die Ergebnisse, der Septuagintaforschung und bringt in den Gegenstand mehr Licht (hebräisch). Auch die Exegese ist durch 2 Beiträge vertreten. A. Kaminka gibt zu einzelnen; Versen der Bibel gelungene Erklärungen (hebräisch). Das רגבי, נחל in Hiob 21, 33 sucht I. Zoller durch: kleine Steine (im Bache) zu übersetzen (hebräisch). L. M e y e r s o h n untersucht (rumänisch) die in neuerer Zeit auf,ge״ stellten Theorien über die Berechtigung der Beschneidung und geht be״ sonders auf die medizinische Seite der Materie ein. Mit dem Verfasser des Tendenzwerkes ״Der Untergang des Judentums'* rechnet A J. Mark ab. Nach der Meinung Hellers, daß der Handel die Juden vor Vernichtung bewahrt hätte, würden sich, so argumentiert M. (deutsch), die Phönizier, nicht aber die Juden bis auf den heutigen Tag erhalten haben. Der Ertrag ist, Wie wir feststellen konnten^ reichhaltig, und es ist nur zu wünschen, daß die Zeitschrift ״Sinai״ den eingeschlagenen. Weg weitergehe. Marcus Br eger. Unberechtigter Nachdruck aus dem Inhalt dieser Zeitschrift ist untersagt. Für den Inhalt verantwortlich: Prof. Dr. I. Heinemann in Breslau. Druck: Druckerei S c hat 2 k y, Breslau 5.