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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1936-01-01 · Heft 3 · p. Seite 275

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
80 (1936)
Issue
Heft 3
Article
Gründung und Privilegien der hebräischen Buchdruckerei in Frankfurt a. O.
Date
1936-01-01
Page
Seite 275 (sequence 14)
Language
German
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Gründung־ u. Privilegien d. hebr. Buchdruckerei i. Frankfurt a. O. 275 der Konkurrenz der auswärtigen Druckereien zu Dyhemfurth, Fürth, Hamburg, Wien usw. entschloß er sich, die Druckerei zu verkaufen, die ihm wahrscheinlich nicht den erwarteten Ver~ dienst einbrachte. Als Käufer fand steh der Dyhemfurther Druckereibesitzer Josef Michael May aus Breslau, der den Verkaufskontrakt (der Kaufpreis betrug 2500 Taler) am 22. Mai 1805 Unterzeichnete. Da Professor Elsner aber die Verkaufsgenehmigung nicht erhielt44, blieb die Druckerei bis zum Jahre 1813 in seinem Besitz. Erst in diesem Jahre verkaufte er sie an den Buchdrucker Hirsch Baschwitz, dessen Großvater und Vater dort schon als Buchdrucker gearbeitet hatten45. Er war der erste und letzte jüdische Besitzer der hebräischen Druckerei. Im übrigen scheint er aber auch nicht den erwarteten Verdienst dabei gehabt zu haben, so daß er sie schon nach kürzer Zeit (vor 1826) an die christliche Druckerei Trowitzsch & Söhne verkaufte46. Aus der Geschichte der Juden in Italien im 18. Jahrhundert. Von E p h r a im E. U r b a c h. Seit der Mitte des 16. Jahrhunderts begann im Zusammenhakige mit der katholischen Gegenreformation eine Verschlimmerung der Lage der italienischen Juden1• Sie dauerte bis zur französischen Revolution und den napoleonischen Kriegen und im engeren Kirchenstaate sogar bis zur Entstehung des einheitliehen Königreiches. Ihren Höhepunkt erreichte wohl diese Entwicklung im 18; Jahrhundert. In Rom wandten die Päpste 44 s. die langwierigen Verhandlungen über die Beschaffung der Regie« rungsgenehmigung, die von 1805 bis 1809 dauerten und doch nicht zum Er« gebnis führten, im Aktenstück dies Stadtarchivs Frankfurt a. O. UI Fach 260 Nr. 3. -■ - 45 Das Verkaufsdatum nach Friedberg S. 51; vgl. auch Spieker im Frankfurter Patr. Wochenblatt 1853 Nr. 52, S. 902 u. 904. 46 Friedberg a. a. O; S. 51. In der 1911 in Berlin erschienenen Jubi« läumsschrift ״Das Haus Trowitzsch & Sohn in Berlin" wird davon aller« dings nichts erwähnt. •Wahrscheinlich' hängt dies aber mit der Übernahme der Apitz’schen Dniversitätsdruckerei zusammen, die 1815 erworben wurde. (Jub.-Schrift a. a. O. S. 40.) 1 Vgl. Cassuto in E. J. VÜI, S. 696. 18*

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