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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1936-01-01 · Heft 3 · p. Seite 274

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
80 (1936)
Issue
Heft 3
Article
Gründung und Privilegien der hebräischen Buchdruckerei in Frankfurt a. O.
Date
1936-01-01
Page
Seite 274 (sequence 13)
Language
German
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274 Bernhard Brilling 1744 mitgedruckt, um alle Konkurrenzärucker auszuschließen40/ Nichtsdestoweniger gestattete die Frankfurter Universität 1783 dem Fabian Philipp Frankel, Kalender, allerdings nur für den Verkauf außer Landes und für die Messe, herzustellen, Sie wurden natürlich daraufhin auf Antrag des Berliner Privilegienten Kalenderdruckers Markus Gerson beschlagnahmt und der weitere Verkauf und Druck untersagt41. Daraufhin machte Philipp ׳■Frankel, der sich vom Export der Kalender viel Ein״ nahmen versprochen zu haben scheint, das Angebot, gegen die von der Akademie zu erteilende Approbation sämtliche für das Inland benötigten jüdischen Kalender (er beziffert ihre Zahl auf 1500-2000־־) umsonst herzustellen und der Akademie den Erlös zufließen zu lassen. Der Akademie scheint dieser von der Uni״ versität befürwortete Vorschlag gefallen zu haben, so, daß sie am 29. 4, 1784 eine sehr freundliche Antwort erteilte, in der nach dem Tode des jetzigen Druckers ein Eingehen auf die Wünsche des Fränkel in Aussicht gestellt wurde. Der daraufhin am 6. Februar 1797 gestellte Antrag, den Druck der Kalender nach Frankfurt zu vergeben, wurde aber trotzdem abgelehnt42. : Die Ablehnung wurde nicht nur damit begründet, daß der Druck in Berlin von der Akademie besser überwacht werden könne, sondern auch damit, daß das Privileg jetzt der Witwe zustehe und dann; natürlich auf die Kin^r übergehe. Um weiteren Anträgen vorzubeugen, wurde noch hinzugefügt, daß die Oberlandesältesten, ״die den Druck auf gewisse Weise dirigieren ', ihn für die jüdische Freischule in Berlin bestimmen wollen.■׳ ׳■: ■־•׳ ■ ■ Dä Professor Elsner den Kalenderdruck trotz aller Bemühun״ gen nicht nach Frankfurt bekam (in den Kriegsjahren 1804 und 1806 bis 1808 wurde er allerdings dort gedruckt)43, und wegen 40 IXeses Privileg־ ist abgedruckt bei J. Meisl, Berliner Jüdische Ks״ lender in: Sohcino״Blatter II 1927. 3. 43. 41 Für dies und! das folgende s. Aktenstück beitr. den Druck jüdischer Kalender im• Staatsarchiv Breslau Rep, 1326 F. 14 Nr. 21. Dieses Akten״ stück bildet eine Ergänzung z,ü den von J, Mfeisl in der MGWJ 1927 S. 274 ff. und in den Son eino~Blätter n 1927 S, 41 ff. veröffentlichten Arbeiten über den Berliner jüdischen Kalender. 42 Meisl in MGWJ a. a. O. S. 282. Vgl. das erwähnte Aktenstück des Breslauer Staatsarchivs Fol. 60 ff. 43 Meisl in MGWJ a. a. O. S. 282.

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