Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 80 (1936)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Römische Persönlichkeiten in Josephus' bellum
- Date
- 1936-01-01
- Page
- Seite 247 (sequence 2)
- Language
- German
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Römische Persönlichkeiten in Josepkus’ bellum 347 nennt fast keine Daten — höchstens innerhalb der beschriebenen Ereignisse —r bringt selten Zahlen, bedient sich stark formel״ häfter Wendungen und zeigt geradezu einen Mängel an Ausdrücken, da er dieselben Floskeln gern wiederholt. Er lebt nur in beschränkter Weise mit dieser! Petsöften mit und betont gern, wie stets hinter ihnen Rom, d. h. das römische, wöhlgeschulte, unüberwindbare Heer steht. Durch die beigegebenen Tabellen wird am besten deutlich, was ich betonen möchte. Ich fasse hier kurz zusammen, was sie im einzelnen lehren. I. Pompeius heißt sofort Magnus. Er ist plötzlich in Syrien, greift erst durch seinen Führer Scaurus, dann persönlich in den jüdischen Bruderzwist ein und hat es sehr eilig, diese Angelegenheit zu regeln, es wird so därgesfellt: Pompeius dürfe sich un~ ••rtföglioh •diese günstige Gelegenheit entgehen lassen, daß die römische Hand vöni jüdischen Reiche Besitz ergreift Die Worte zwinget dem Leser das Gefühl auf, daß er auf seiten Pompeius’ steht, daher die Wiederholung der Ausdrücke des Affekts; dem Männe, der auf der Höhe seines Glückes steht, dürfe man sich nicht widersetzen, wie auch seinem Heere nicht. Selbst das Unrecht des P.> das Allerheiligste betreten zu haben, wird dadurch bemäntelt, daß das Wehe und Leid der Juden hierüber, aber nicht das Religionsvergehen des P. hervorgehoben wird. Erst dem geflohenen und toten Pompeius wird wiederholt vorgeworfen, daß er die Festungsmauern Jerusalems zerstört, daß er auch den Tempelschätz nicht ganz unberührt gelassen habe, daß er den Äristöbül habe vergiften lassen. Pornpeius Tod wird als Tatsache berichtet Und dabei nur erwähnt, daß die jüdische Politik dadurch notwendigerweise eine Änderung erfuhr. II. Caesar, der Triumvir. Es ist klar, daß seiner zuerst im Zusammenhang mit Pompeius Erwähnung geschieht Man spürt aber noch nicht die Vorliebe des JosephUs für diesen Führer, der den Juden doch unzweifelhaft mit dem größten Wohlwollen entgegenkairiä. In aller Kürze wird aber von dieser Großtat des