Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 80 (1936)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Zwei schwierige Mischnajot
- Date
- 1936-01-01
- Page
- Seite 236 (sequence 5)
- Language
- German
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236 S-eurtiuel Ochs unserer Mischna hat R. Meir בשאלין im ersten Sinne genommen. Bei dieser Voraussetzung bietet die Erklärung seiner Ansicht nicht die geringste Schwierigkeit. R. Meir meinte nämlich, daß die חהמים sich mit all den geschilderten Gelöbnissen nicht be״ fassen dürfen; haben sie es aber trotzdem getan, dann bestraft man sie0. Die Gemara wie die Kommentare aber faßten בשאלין im zweiten Sinn und bezogen es auf den נודר• Daraus ergaben sich unlösbare Widersprüche und Schwierigkeiten. Diese von mir gegebene Erklärung erfährt eine eindeutige Bestätigung durch Jerusch. Ned. 2, 5. Da wird erzählt: Jemand hat eins von den in der Mischna geschilderten Gelöbnissen getan. Darauf ging er zu R. Meh*> um die Auflösung nachzusuchen. R. Meir schickte ihn aber zu R. Jehuda und sagte ihm: Geh' hin und erkläre ihm, daß ich dich zu ihm schicke. R. Jehuda aber gewährte ihm ebenfalls keinen היתר, sondern schickte ihn weiter zu R. Jose. Ais er dort hinkam, sagte ihm R. Jose: Wenn dir der erste keinen -היתו erteilt, wird kein Mensch dein Gelöbnis auflösen, denn R. Meir ist der Ansicht . . . אם כשאלו עונשין אותן. Wären das Sui> jekt von נשאלו die נודרים, dann hätten doch die Gelehrten dem Manne die in der Gemara angegebene Strafe auferlegen müssen. Verständlich ist ihr Verhalten nur, wenn man נשאלו im Sinne von נוקקין nimmt; darum wollten sie sich mit der Sache über•* häüpt nicht befassen. Das Heramschickeri geschah anscheinend nur, irirl die Ansichten der andern Gelehrten in dieser Frage festzustelien. tröffen wurde]/' Genau so ist auch ^as Folgende zu erklären. 4. Jerschalmi 5,4:6 יקמ6 שאיני נהנה לף לנשאל לז $ליך. Säbbat 157a: מפירץ נדרים בשבות ובשאלין לנררים שהן לצורך השבת Daß ג^אלין Mer im ersten Sinn (gegen die Kommentare) gemeint ist, geht Kervör: l.aüä der Zusammenstellung mit 2 ,כ1פירין. Aus der •Gemara, die zur Beantwortung einer dört aufgeworfenen Frage über den Geltungskreis von נשאלין den Fall anführt: ת״ש דאיזדקיקו ליה רבנן לרב זוטרא. Hätte die Gämära בשאלין auf den נולד bezögen^ dann hätte die An t* wort etvia läuten müS&eh:... mi ת^ש דאזל סר4 זוטר* לרבנן בשבתא לישאל על Dagegen wird נשאיו. Öder גש^לץ im zw#itän Siüne gebraucht: Töseftä Med. 5, 5 נשאל לדוכס; Nesirüf 2, 15; 3r 15; 3, 19. 9 Ähnlich heißt es in der Gemara Ned. 20ä: ,הואיל ואמרי רבנן, אין נזקיהם לו ד&דק<ןי לא עביר שפיח רב אוו* בר י*קב אומר «שמהינן ליה• *in בי