Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 80 (1936)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Mar Samuel und Schabur I.
- Date
- 1936-01-01
- Page
- Seite 231 (sequence 17)
- Language
- German
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Mar Samuel und Schab ur I. 231 Einfluß seiner; jüdispfcien Ereundfel7:.; .!Hie^ spricht; sich die Bewunderung des gleichen Königs aus für die Art, wie das jüdische Recht zarte Rücksichten der Billigkeit in sich aufnimmt . . . Die folgende Stelle •aus Mirkhond bei De Sacy a. a. O. S. 286 sei hier mitgeteilt: Lorsque Schapour fut devenu roi, il n’ernploya son autorite qu׳a rendre ä ses sujets la plus exacte justice. La renommee de sa banne conduite se repandit par tout le monde: dans les lieux eloignes comme dans les contrees voisines, il etait Töbjet de Tamour de tous, et le sujet de ieurs louanges et de leurs eloges. — Dans le commencement de son regne, il fit cette ordonnance: ״Toütes les fais que nous aurans quelqu'affaire ä discuter, 11 sera libre ä chacun dexaminer et de considerer auparavant ce qui peut etre utile ou des״ avantageux.“ Mit dieser späten Nachricht stimmt das überein, was orientalische Schriftsteller, zum Beispiel der alexandrinische Patriarch Eutychius, über die Gerechtigkeit, die Sorgfalt Schaburs für seine Untertanen und über seine Zugänglichkeit für güte Ratschläge zu berichten wissen (s. Pauly״ Wissowa, Realenzyklopädie, s. v. Schab ur L), während abendlän dische Schriftsteller auf Schabur wegen d'er schlechten Behandlung Valeriäns in der Gefangenschaft schlecht י zu sprechen sind, — Agath IV 258 nennt ihn oföixoc, |uaupö,vo^. usw. (Pauly-Wissowa a. a. O.). Sch. weist auf die von Eduard Sachau herausgegebene Chronik von Arbela, Abhandlungen der Preußischen Akademie der Wissenschaften Nr. 6, 1915, S. 64, hin, wo Schabur ״ein Mann von sehr harter Natur“ genannt wird. Dieses Urteil ist bei der zweifellos christenfeind'lichen Stellung Schaburs und seiner starken In״ toleranz dem Christentum gegenüber begreiflich. ‘ Es darf aber nicht ver״ schwiegen werden, daß auch Täbari S. 30 f., der sich im ganzen ähnlich wie Mirkhond über den Charakter Schaburs äußert, doch auch S. 39, einen Zug großer Grausamkeit berichtet. S. über die Rechtsansichten Schaburs noch Christensen a: a. O; S. 68 f. 17 Allerdings bezeichnet R. Gamaliel, Berachöth 8b, die Perser als keusch auch, im geschlechtlichen Verkehr; Ob dieses Urteil im allgemeinen den persischen Königen und Großen galt, muß schön für die frühere und gewiß für die spätere Zeit als zweifelhaft erscheinen nach dem, was wir, soweit ich unterrichtet bin, aus persischen Quellen wissen; . s. u. a. Christensen a. a. O., S; 49 ff. und die harten Urteile S. 108. Vgl. auch noch Kethuboth 48a. .־