Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 80 (1936)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Mar Samuel und Schabur I.
- Date
- 1936-01-01
- Page
- Seite 216 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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216 Jakob Horovitz alles, was der Besitzer des höher gelegenen Gartens mit seiner ausgestreckten Hand erreichen kann, gehört diesem, das andere ienem־ : '«MisÄi! Zu dem Schluß dieser Mischna bemerkt nun die Gemara, und damit schließt der Talmudtraktat Baba mezia: Ephraim, der Schreiber, ein Schüler des Resch Lakisch, sagte im Namen des Resch Lakisch: Gültigkeit hat die Entscheidung des R. Simon. Sie trugen das dem Könige Schabur vor. Der sagte ihnen: Heil («אפרי bzw.אפרין) dem R. Simon! Die Lesarten schwanken; andere haben Heil dem Resch Lakisch, bezw. dem Rabbi Simon ben Lakisch! Hat nun aber der Text ursprünglich ״dem Rabbi Simon" gelautet, dann konnte dieser Name sowohl auf den Tannaiten wie auf R. Simon ben Lakisch bezogen werden1, der jener Ansicht gesetzliche Kraft verliehen hat. Ich möchte darum glauben, daß die Lesart ״dem R. Simon" die richtige ist. Aruch bringt zwei Erklärungen des an unserer Stelle gebrauchten persischen Wortes äfrin. Die eine versteht es im Sinne von Dank und An« erkennung (פי׳ חוזק בלשון פרסי יישר כחו יישר חילו), während die andere das Wort so auffaßt, wie wir das hierhergesetzt haben. Diese zweite Deutung gehört nach Schitta mek. z. St Rabbenu Chananel an2. L Die verschiedenen. Lesarten s. bei Rabbinowicz דקדוקי סופרים z. St. Keineswegs kann ich W. Bacher: Die Ag־ada der Pal. Amor. I, S. 3491 beipflichten, der meint, daß die ursprüngliche Lesart die des R. Chananel u. a. gewesen sei. Die betreffenden Worte זילו הבו ליה אפרין לריש בן לקיש, die Schitta mek. z. St. bringt, sind m. E. eine Paraphrase. Wenn übrigens der betreffende Passus a. a. O. durch die Worte אפרים מקשאה eingeleitet wird, so ist das wohl nur ein Versehen, das aus einer Verwechslung mit אפרים ׳מקשאה dem Schüler des R. Meir, B. mez. 87a, leicht entstehen konnte. Dieser kann hier keineswegs gemeint sein, und in dem R. Chananel vorgelegenen Text war er gewiß nicht genannt worden. 2 S. Schitta mek. z. St. ימלשון בן פורת יוסף כלומר יפרו וירבו חכמים ובבונים כמותו S. auch die Wilnaer Tälmudausgabe z. St. Darüber, daß diese Etymologie nicht richtig ist, ist natürlich kein Wort zu verlieren. H. H. Schaeder, dem ich die erste Korrektur dieser Abhandlung vorgelegt habe, macht mich darauf auf« merksam, ״daß der Sache nach die Erklärung des Rabbenu Chananel die einzig richtige ist". Auch weist Schaeder darauf hin, daß ״das betreffende persische Wort äfrin und nicht afrina zu lesen ist", wie Kohut und Bacher angeben. Die Übersetzung von Levy, Kohut u. a., die der ersten Auffassung