Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 80 (1936)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Das philonische Fragment De deo
- Date
- 1936-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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Das phiionische Fragment De deo. Von Maximilian Adler in Prag. Als letzte der Schriften Phiions zur Genesis führt Eusebios in seinem Katalog (Hist. eccl. II 1‘8, 4) .an: II8qI xov xaxa ׳Mcouaea &80Jt£ptt<yug etvai xovg oveC^oug rcpcoTOv §8ut8Q0v tqitov tetagtov Diese Art der Angabe, wieviel Rollen das Werk enthielt, schließt Jeden Zweifel an der Buchzahl aus, der sonst dort rege , zu werden, pflegt, wo die Handschriften einen griechischen Buchstaben als Zeichen für eine Zahl verwenden, die mit der für uns feststellbaren der Bände eines antiken Werkes nicht übereinstimmt. Wir besitzen bloß zwei Bücher Phiions De somniis, und auch das zweite, nicht ganz, können aber aus seinen eigenen Äußerungen in den Einleitungen der beiden erhaltenen Bücher das Vorhandengewesensein eines dritten erschließen und be~ haupten, dieses sei den beiden auf uns gekommenen vorausgegangen. Sind nun die zwei fehlenden ׳Volumina vor oder hinter diesen dreien gestanden? Können wir etwas über ihren Inhalt ermitteln? Ohne Antwort auf diese Fragen können wir keine Vorstellung über die Anlage der umfangreichsten Schrift des phiionischen Genesiskommentars gewinnen. Eine Lösung des Problems hat im Anschluß an Gfrörer, Dähne und Graßmann im Jahre 1889 L. Massebieau1 folgendermaßen versucht: ״Je pense qu' ä cause de Timportance du sujet ils Jscil. des trois livres connus) etaient precedes d'une introduction generale oü Tauteur, comme il avait fait pour Tivresse, enumerait et discutait les idees des philosophes sur les songes •.avant .derriver a celles de Moise. Je croirais volontiers que cette introduction, dans l'edition d’Eusebe occupait deux livres/4 Zu- Stimmung fand Massebieaus Vermutung bei Paul Wendland, der in den Prolegomena zum 3. Bande seiner Ausgabe sich ihm p. XIX sq. anschließt, und bei Leopold Cohn2, einem so treffliehen Kenner Phiions. Vorsichtiger urteilt E. Schürer3: ״Über den lnhalt der übrigen verlorenen Bücher läßt sich nichts Siche- £liLe classement dies oeuvres de Philon. Bibliotheque de l’ecole des hautes etudes. Sciences religieuses. I7 1889, S. 30 ff. 1t*