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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1936-01-01 · Heft 2 · p. Seite 149

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
80 (1936)
Issue
Heft 2
Article
[Rezension]
Date
1936-01-01
Page
Seite 149 (sequence 2)
Language
German
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Besprechungen 149 genannt oder ihre Geschichte, obgleich sie der Gegenwart angehört, auf״- fallend gekürzt (z. B. Joppe). Bisweilen finden wir Vergleiche aus der griechischen Mythologie, die unser Jos. nicht hat, bisweilen werden die Vergleiche fortgelassen, die wir kennen. Mitunter vermuten wir anti« herodianische Tendenz (Ir 19, I ff. ohne Quelle für uns, die Unmöglichkeit in Her ödes, den Messias zu sehen, vgl. Ad. Poznanski, Schiloh S. 319,1 u. ö.); andererseits wird der Traum des Herodes minutiös beschrieben (I, 17, 3), wobei allerdings die vierte Ähre gar nicht oder kaum gedeutet wird. Die Die Rede des Nikolaus im 2. Büche lesen wir in unserem Jos. noch aus» führlicher. Merkwürdig ist, daß jedes Buch eine eigene Überschrift hat, nicht nur den Titel aXiocris den־ wir erwarten; merkwürdig ist auch, daß die Verfasser der einzelnen Übersetzungen verschieden verfahren, auch be» züglich der' oben angegebenen allgemeinen Merkmale, daß z. B. im?? Buch nicht direkte Rede bevorzugt wird, daß im 2. Buche möglichst viele Per» sonen gestrichen sind und die gesamte Erzählung einen flüchtigeren und ungenaueren Eindruck macht. Gemeinsam ist aber wieder allen Büchern, daß sie trotz offenbarer Lücken Zusätze und Streichungen gut einzurahmen verstehen und in ihrem Still, sich durch ihre späten Quellen, so weit wir sie kennen, und auch durch den russischen Stil beeinflussen lassen: Unsere Hss. stammen ja erst aus dem 15. und 16. Jahrhundert. Die neue Ausgabe legt daher die Annahme nahe, daß wir es mit mehreren! Übersetzungen zu tun haben, und daß der vorliegende Text erst der Hand eines Redaktors zu verdanken ist, der seine Aufgabe darin sah7 einen ausgeglichenen, leicht lesbaren Text zu. liefern. Verstärkt wird man in dieser Vermutung, wenn man die Zusätze über Johannes, den Vorläufer, und über Christus in ihrer Ausführlichkeit hier liest. Hier ist infolge des langen Textes — die wenigen Sätze in unseren ant. 18, 63 ermöglichen kein so schnelles und sicheres Urteil — der auffallende sprachliche und1 stilistische Unterschied׳ zwischen dem sonstigen Teilen und diesen Einschüben so stark erkennbar, daß man unmöglich an. die«kwa1Q;des Josephus denken kann, deren Niederschlag wir im slawischen Josephus lesen sollten (über Eisler, der im Jesus Bas. diese Ansicht vertrat, s. Klausner, Jesus von Nazareth, dtsche. Ausgabe S. 76 ff. und Kirjath Sepher, XI (5695) S. 456 ff.), Der Ton dieser Einschübe klingt vollkommen an den Stil des NT und der gesamten־ Wunderliteratur an. Daher ist es dankenswert, daß die Herausgeber Parallelen aus Matth, an« führen!. Und hierim wird׳ wohl: der entscheidende Wert der!neuen Ausgabe liegen, daß die Literatur über das Christuszeugnis bei Jos. nicht mehr an« wächst. Es scheint, daß der Interpolator der antiquitates wohl schon den ausführlicheren Text des slawischen Jos. gekannt, aber nicht gewagt hat, i׳n diesen doch der jüdischen Geschichte nur gewidmeten Text hinein« zunehmen׳. Diese Texte smjüssen daher recht alt sein, und ihr Stil kann wahrlich nur schwer nachgeahmt werden; ob nun gerade Eusebius (Zeitlin) oder andere Kirchenväter die Urheber der Interpolation sind, werden wir wohl nie mit Sicherheit feststellen können. Die Fortsetzung der Ausgabe sölte häufiger auf den Berendtschen Text verweisen und auch die Para«

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