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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1935-01-01 · Heft 6 · p. Seite 429

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
79 (1935)
Issue
Heft 6
Article
Der Badeschwamm
Date
1935-01-01
Page
Seite 429 (sequence 8)
Language
German
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Der Badeschwamm 429 migter* Körper, in dessen Löchern, so lange er im Wasser ist, sich ״Gallert'" findet, woraus zu sehen ist, daß er ins Tierreich gehört und daß in den Löchern Polypen wohnen. Der Bade« schwamm dient im Bade und zum Abwaschen von Geräten und hat manchmal die Größe eines Kopfes. Er findet sich im Mittel« meere, besonders in der Tiefe des griechischen Archipels. Die Armen dieser Gegenden holen ihn herauf, reinigen ihn und so wird aus ihm ein Handelsartikel für alle Länder. 11. Sprachliches: arabisch und misnisch. Forskal, Flora Aeg.-arab. 1775, S. 189 kennt Spongia offici« nalis, (hosn jusüf), Sp. rubra, Sp. nigra, Sp. flabelliformis. Spongia, tiirk. sfunger, &rab. isfeng\ pers. aber murdeh (Ho״ nigberger, Früchte aus dem Morgenlande. Wien 1851 S. 562). Auf S. 497: Spongia marina usta ist kein offizineller Artikel der indischen Äerzte, indessen ist der Bade« oder Meerschwamm auch in Lahore zu haben. Ibri Baitär 1, 45 (Sontheimer) erklärt 0isfing ulbahr für eine Pflanze, die vollkommen gereift erhärtet und vom Meere ausge« worfen wird. Avicenria, isfinfy spongia, hebr. und lat. Übersetzung ispun« ga maris, semer ha-jam — Meerwolle. v Guigues 3. 43. 82 isfing eponge (Le livre de Tart du Traitement de Najm Ad«Dyn* Mahmoud. ed. P. Guigues. Bey« routh 1903). 3isfing hdhri Spongia marina (M. Steinschneider, Heilmittel« namen der Araber. Wiener Zeitschr. f. d. Kunde d. Morgenlan« des XI 270). Der gaonäische Tohorotkommentar kennt für säm — Sy« rien — den palästinensisch«syrisch«arabischen Namen für Schwamm sfingr im Gegensatz zu irakisch-arabisch gim גים (Kel. 5, 1. Ukz. 2, 8). Ebenso Bar Bahlül 234 bei Epstein, Der gaon. Kommentar (Berlin 1915 S. 27. 61). Textausgabe Epsteins S. 15. 143. An letzterer Stelle, pat hälspagnit (LAA sefungit, sifgänim etc.) schwammartiges Brot, das Löcher und Höhlungen hat. gim auch 14916. . Das Lehnwort spongos ist also wohl nach Syrien, aber nicht nach dem Irak gelangt.

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