Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1935-01-01 · Heft 6 · p. Seite 426

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
79 (1935)
Issue
Heft 6
Article
Der Badeschwamm
Date
1935-01-01
Page
Seite 426 (sequence 5)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
81% known words query
IRI
…/2829132-2830007-2830014-2839838--53706-2839883
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

426 Immanuel Löw Der Badeschwamm dient zum feuchten Bestreichen Tiänah beim Einsammeln von Kürbissen (TMachs. III 67524), zum Trockenabputzen der Lampen im Heiligtum (Mel. hamiskan X S. 65 Friedmann, S. 14 Flesch). Die gefesselten Gefangenen können ihre Tränen nicht mit Badeschwämmen trocknen (Mi״ dras bei Ginze Schechter 1, 263). Nach dem Bade dient der Schwamm zum Abtrocknen. Dies besorgt der sappüg, das Abtrocknen heißt sippüg. 6. Fremdsprachliches. Arabisch: Meerwolle süf ulbahr Maimüni Ab. 5, 15 ed. Ba~ neth. Meerschwamm Keh 9, 4 (Derenburg übersetzt sefog ha, jam. cisfing S. hamüsar 16610 ed. Bacher. אשפויישא Cod. Kaufmann 370 f. 120 in einem AbothJKommentar für sefog (Weiß, Biblio״ thek Kaufmann S. 118 letzte Z.). Romanisch zu sefog: Machzor Vitry 5477. G. Schlessinger, die afr. Wörter des M. Vitry, Mainz 1899: אשפונצא, bessere LA. אשפובייא afr. esponge. Maimüni-Übersetzung zu Kel. 9, 4. אספוגבא spongia (REJ 18, 112). ספונגא Rasi Ab. 5, 15. איישפוגגריין spongarion (Ginze Schechter 1/ 263). 7• Aruchs auffällige Erklärung. Aus unbekannter Quelle stammt die Erklärung, die R. Nathan im WB Aruch (Rom, 11.. Jh.) vom Schwamme gibt: ״Der Schwamm sitzt auf dem Kopfe eines großen Seefisches. Hebt er das Haupt über den Wasserspiegel, um sich in der Welt um״ Zusehen, so fällt ihm dieser Schwamm auf die Augen, so daß er nichts sieht. Der Heilige, gelobt sei Er, hat dies weise an״ geordnet, damit seine Schöpfung nicht untergehe. Kein Schiff könnte sich sonst vor dem großen Fische retten.“ Aruch ver״ weist auf seine unter dem Worte forma sich findende Erklärung für forma, die auch auf fremden Ursprung weist. Eine natürliche Vorlage für die Anschauung des Aruch kenne ich nicht. Der Stoßzahn des Narwals kann nicht gemeint sein. Man könnte an den nach allen Seiten bewegbaren zwei״ teiligen Fleischlappen denken, den der vorderste Stachel der Rückenflosse des Seeteufels (Lophius piscatorius L.) trägt. Groß

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.