Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 79 (1935)
- Issue
- Heft 5
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1935-01-01
- Page
- Seite 405 (sequence 2)
- Language
- German
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Besprechungen 405 יושבים heißt. Warum nicht beide mal ישנים, oder יושבים? Horovitz 24, An« merkung 13 bemerkt richtig, daß an beiden Stellen dasselbe Wort zu ge« brauchen sei. 1.58 fehlt in der Übersetzung das zweite אינו הווה אבל הווה לאחר, nach dem frühen Ableben seines Gründers S. H. Mar-gulies seine Tätig׳־׳ keit bald einstellte. Die neue Anstalt eröffnet ihre Publikationen mit einem ansehnlichen Bande. Umberto Cassuto, der jüngst ein umfangreiches Werk über die Genesis, ״La question-e della Genesi“ veröffentlicht hat, behandelt die Frage der Weltschöpfung. Er meint, daß zwischen Vers 1—2 und der folgenden Erzählung kein Widerspruch besteht. Himmel und Erde bedeuten nicht Welt, denn V. 1 ist ein feierlicher selbständiger Satz, in welchem Himmel als Wohnsitz Gottes und Erde als der des Menschen genannt werden, worauf dann mit V. 2 die eigentliche Erzählung der Weltschöpfung beginnt. Die Zahl sieben,!nicht sechs, ist!die richtige, zumal35 ׳ mal. Elohim (5X7), je 21 mal (3X7) Erde und Himmel erwähnt werden. Die Abhandlung schließt (S. 47) mit dem Ergebnis, daßdie Erzählung der Weltschöpfung eine harmonische, von einem einzigen Autor verfaßte sei. In einem zweiten Aufsatz (S. 101—134), der ein Ausschnitt aus einem fertigen Werke ist, weist C. — frühere Ansichten widerlegend — nach, daß es eine alte jüdisch«italienische Bibelübersetzung gegeben habe und daß in Hand^ Schriften, welche zum Teil er selbst entdeckt hat, die Übersetzung der ganzen Bibel noch heute existiert. Im Anhang wird Arnos abgedruckt. E. S. Artom kommt in einer Untersuchung des Jeremias« b r ief es zu dem wahrscheinlichen Ergebnis, daß er um 350 ante von einem babylonischen Juden in hebräischer Sprache verfaßt wurde, um seine Brüder vor Götzendienerei zu warnen (S. 74). Diese Ansicht setzt voraus, daß das jüdische Volk in Babylonien uim1 diese Zeit noch hebräisch und nicht aramäisch sprach. — I. Elbo gen hat einen! schönen volkstümlichen Vortrag über das Gebet beigesteuert, während I. Zolli der Ethymologie des Wortes Tefiliah nachgeht. Es sollen darin drei Elemente enthalten sein: Weissagung, Urteil, geistiger Kult, der die höchste Stufe bildet. Etwas kompliziert. I. T e i c h e r identifiziert zwei Zitate des Tagmule hann,ef׳esch von Hi Tie 1 da V eron a, eines aus Themistius” Kommentar zu ״De anima“ und das andere aus dem Kommentar des A v eimlp a c e (Ibn Badgia) zu Aristot eles' Phys ik durch Gegenüberstellung des von ihm heran« gezogenen ,lateinischen Textes mit der betreffenden Stelle des Tagmule. Alfred Freiraanus Arbeit beschreibt in gründlichster Weise Leben und Werk e Menache m ben; Serachs. In der Liste der von. M. angeführten Autoren (S. 159—161) steht an zweiter Stelle Gemaret Eres Israel. Ist Gemarat nicht ein Zensur wort statt des verpönten Talmud? Bemerkenswert ist auch die Erwähnung von Asaf T1a«Jehudi (S. 160), die seinen Biographen Venetianer (Budapest 1915—1917) und Simon (Paris 1933) unbekannt geblieben ist. Während M. die angeführten Autoren mit סופר^ חכם und׳ dgl. bezeichnet, nennt er Maimuni ha«mechabber haggadol und zwar nur ihn, ein Beweis, daß er das Gesetzbuch Maimunis Ghibbur und