Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 79 (1935)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Arbeiten zur Geschichte der Juden in Deutschland [Rezension]
- Date
- 1935-01-01
- Page
- Seite 403 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/2829132-2830007-2830013-2839750--53669-2839823- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Besprechungen 403 seinen demnächst erscheinenden ,,Urkunden und Aktenstücken zur Ge״ schichte der Juden in Regensburg" ein Register beigegeben und auch der Freimannsche Aufsatz in dem Werk Erwähnung finden wird. Besprechungen. Lauterbach, Jakob Z., Professor at the Hebrew Union College Cin״ cinnati: Mekilta d>e״Rabbi Ishmael. A critical edition on the basis of the manuscripts and early editions with an english translation, introduction and notes Philadelphia. The Jewish Publication Society of America. Vo״ lume I. 1933 LXTV + 255, Volume II. 1933. 292, Volume III. 1935. 272. He״ bräischer Titel: מכילתא דרבי ישפע אל הוצאה חדשה עלפי כתבי יד ודפוסים ישגים עם שנויי נוסחאות ומראה מקומות ותרגום ודי ערות בשפת אנגלית. מאת יעקב בצלאל הכה Ebensoviel hebräische, wie englische Seiten. לויטערבאך Diese prachtvoll ausgestattete Mechiltaausgabe ist in der Sammlung The Schiff Library of Jewish Classics erschienen. In meinen Beiträgen zur Erklärung der Mechälta und des Sifre (Stei׳nschneider״Festschrift 21—40) habe ich gezeigt, daß von einer kritischen Ausgabe und von einem befrie״ digenden Kommentar noch nicht die Rede sein konnte. Die Forderung einer Neuausgabe der Mechilta ist jetzt, nach fast vierzig Jahren, durch die Ausgabe von Horavitz״Rabin (Frankfurt a. M. 1931) und fast gleich״ zeitig durch Lauterbach in Erfüllung gegangen. Lauterbach benützte sieben, Manuskripte, zwei vollständige und fünf Fragmente, von denen zwei aus der Geniza stammen; ferner drei Drucke, zehn Kompendien und andere Hilfsmittel (XXIX. f.) wie auch Verbesserungen der Kommentare. Er ge״ staltete den Text im Wesen nach fünf — von einander unabhängigen — Zeugen (XXXV.). Er hat unter den verschiedenen Lesearten eine Auswahl getroffen, also einen eklektischen. Text konstruiert. Da er eine Übersetzung gibt, konnte er gar nicht anders verfahren, während H01־ovitz״Rabin die Varia e^lectiones in den Noten verzeichnet. Finkeistein hat (Proceedings of the American Academy for Jewish Research V) die vorliegende Edition eindringend und ausführlich besprochen. Ich werde also hier nur einiges Vorbringen. Zunächst möchte ich auf eine Mechilta״Handschrift aufmerksam machen, welche sich in der Serai״Bibliothek in Konstantinopel befindet. Diese Handschrift habe ich nach einem Photo identifiziert. Eine Beschreib bung dieser Handschrift gibt Adolf Deiimann in seinem. Buche Forschung gen und Funde im Serai, Berlin״Leipzig 1933, S. 94. Allgemein wird das Wort מדרש in מדרש הנביא עדו (II. Chronik 13,22) und der מדרש ספר מלכים (Ebenda 24,8) als Midrasch auf gef aßt; mithin die Ent״ stehung des Midrasch in das vierte Jahrhundert ante hinauf datiert. So auch unser Verfasser Seite XIV. Dies halte ich für unrichtig. Meine Auf״ fassung werde ich in anderem. Zusammenhänge darlegen. Der eklektische Text bringt es mit sich, daß dasselbe Wort z. B. מנין bald mit einem, bald mit zwei Jod gedruckt wird, dies gilt auch für andere Worte, z, B.מכאן (I. 25, 46) und oft während gleich nachher und sonst כן gedruckt wird. Ebenso findet sich bald הא אין עליך לומר בלשון אחרון אלא בלשון ראשון dreimal zu Exod. 12, 3. L. I. 24 f., während anderswo כלשון וכר gedruckt wird (z. B. I. 114—17). Auffalend ist 1n derselben Stelle, daß promiscue הדבור und הדבר ==) הדבר)