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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1935-01-01 · Heft 2 · p. Seite 148

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
79 (1935)
Issue
Heft 2
Article
Maimuni und die arabischen Einheitslehrer
Date
1935-01-01
Page
Seite 148 (sequence 47)
Language
German
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148 Michael Guttmann richtungen bei Juden und Christen in Deutschland vielleicht ״niemals verwandter als im 13. Jahrhundert, in welchem sie im Leben am feindseligsten gegenüberstanden"222. Auch der Historismus, der Symbolismus223 und die Sprachphilosophie224 der Romantik225 hat anregend auf das Judentum der letzten Genera״ tionen wirken können. Wenn also auch Maimuni angeregt, viel״ leicht mitgerissen wurde von dem Willen der Almohaden, ein Volk von Gottesbekennem zu formen, so gibt uns das keinen Anlaß zur Verwunderung, geschweige denn zur Beanstandung. Fas est et ab hoste doceri. Zur Quellenkritik des Mischneh Thora. Von Michael Guttmann. Eines der Probleme, um die sich die Maimonidesforschung viel abgemüht hat, ist die Quellenklärung des Mischneh Thora. Maimonides selbst hat in späteren Jahren sein Bedauern darüber ausgedrückt, daß er anfangs die Wichtigkeit der Fundorte verkannt habe. In einem Briefe an Pinchas bar Meschullam (Kobez Nr. 140) spricht er sich darüber folgendermaßen aus: . . . ועל זה אני מצטער הרבה שאני אומד הרי אני המחבר ויתעלם ממני מקום דבר זה מה יעשו שאר בני אדם. ועל זה נחמתי שלא חברתי 1עם חבור זה עני[ שאני אומר לך ובדעתי אם גוזר השם יתב' שאעשנו אף על פי שיש בו טורח הרבה... אודיע מקומה. Das beste hat hierüber Josef Karo in seinem Kesef Mischneh geleistet. Doch konnte auch er Erschöpfendes nicht bieten, was wahrscheinlich zu einem guten Teil auch an seiner Zeit liegt. Ein großer Teil der altjüdischen Literatur ist infolge von Talmudverfolgungen und Verbrennungsprozessen zugrunde gegangen. Ein weiterer Teil verlor sich in Bibliotheken, zu denen Juden Jahrhunderte hindurch keinen Zutritt hatten. Karo selbst 222 Gü de mann, Gesch. d. Erziehungsw. I 158. 223 Lewkowitz, Das Judentum und die geistigen Strömungen des 19. Jhdts. 304 ff. 224 F i e s ely Sprachphilosophie der deutschen! Romantik, 104 f.; 149 ff.; 211 f. Von hier aus wird namentlich die Methode S. R. Kirschs verständlich: H einem an n7 Lehre von der Zweckbestimmung, 98. 225 Vgl. auch Siegfried Lehmann, Über die erzieherische Kraft von Erde und Volk, Sonderheft des ״Juden!“, 1928, 59.

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