Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 78 (1934)
- Issue
- Heft 6
- Article
- Der Abschluß vom Theodor-Albecks Bereschit Rabba [Rezension]
- Date
- 1934-01-01
- Page
- Seite 614 (sequence 6)
- Language
- German
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614 Besprechungen VI, 144, 854; Heller in MGWJ 1932, S. 37). — Albeck findet folgende Aggada unverständlich: רק אדמת הבחנים לא קנה וגף א״ר אבא בר כהנא פטריקון שלהם קנד., מה שקנו לעצמן לא קכד,. Die Deutung scheint auf dem רק zu ruhen, welches (seit Nachum von Gimso und der Schule von Akiba) so verstanden wird, daß es etwas ausschließt: die Ägypter haben ihren Grundbesitz an Pharao abgegeben, auch die Priester behielten ihn, רק, nicht ganz, sondern nur das, was sie als Priester erwarben; ihr väterliches Erbe, ihre Familien,־ guter mußten auch sie abgeben. — S. 1247,6, 7. מי ששמו כשם הדג, בנו מכניסן לארץ, נון בנו יהושע בנו (I Chr. 7.27). Albeck findet es unerklärt, warum gerade der Vers aus der Chronik angeführt wird; doch נון בנו יהושע בנו drückt den agadischen Einfall: ein Mann, dessen Vater ״Fisch“ heißt, kräftiger aus als das geläufige יהושע בן נון. — Gen. R. 98,4, S. 1253, 6—9, das Albeck als non liquet beläßt, möchte ich folgendermaßen erklären: עלה von Rüben ausgesagt (Gen. 49,4) wird dreifach gedeutet: günstig, ungünstig und in Schwebe belassend: 1. günstig עלה מחטאתיך Rüben.ist über die Sünde erhaben, 2. ungünstig עלה ממתנות־־ך, Rüben rückt ab von den Gaben, er geht der Gaben verlustig u. z. der Erstgeburt, des Priestertums, des Königtums; zu dieser Deutung berechtigt die Variante S. 1277,13 ״ חללת ... זר נעשית למתנותיך מתגות כהונהdu hast (bist)“ entweiht, du giltst als Fremder für die Abgaben an die Priester. 3. Rüben bleibt in Schwebe, ungesegnet, ungeflucht, bis ihn Mose segnet. — S. 1266, 4—7. Die von den Ismaeliten geraubten israelitischen Kinder sowie die ihrer Kinder beraubten Israeliten lassen ihr Haar wild wachsen, bis sie einander wiedersehen.— Es handelt sich wohl um ein Abstinenzgelübde: man läßt das Haar wachsen, bis man nicht Genugtuung am Feinde nimmt; Tacitus (Germania 31) erzählt von germanischen Völkerschaften, deren Jünglinge Haar und Bart erst dann scheeren lassen, wenn sie den ersten Feind erlegt haben. (S. Bolte-Polivka, Anmerkungen zu den KHM II, 434). Solchen Gelübden begegnen wir häufig bei Arabern, (s. Goldziher Muhammedanishce Studien I, 23; Heller, Die Bedeutung des arabischen Antar-Romans für die vergleichende Literaturkunde S. 6). Beachtenswert, daß unser Midrasch 1266,7 auch hervorhebt: 99,8 — .וישמעאלים מגדלין ש׳ער S. 1281,2 wird חכלילי (Gen. 49,12) aggadisch gedeutet: שחיכך ערב לי, חיך לי לי. Dies dürfte heißen: dein Lachen (חוכא;= חוך ־=* חיך Lachen) ist mir angenehm, lache, lache mir zu. Derart ist ח״ך Imperativ, in חבלי לי wird ein Imperativ von חוך gefunden, imperativisch wird das Wort auch Ketubot 111b gedeutet: רמין בעיניך דבפים מחמרא winke mir mit dem Auge zu, das ist mir süßer als Wein. (Nach einer mündlichen Belehrung von Prof. Bacher s. A.). — Endlich sei darauf hingewiesen, daß Gen. R. scheinbar Verse bringt, — z. B. 1211,1 vom König Josehafat 'ויעש הישר בעיד ה, S. 1248,2, אלה תולדות בני אפרים, אלה תולדות בני מנשה. Albeck sucht ■diese Sätze vergeblich - in der Heiligen Schrift. Es sind eben keine Bibelverse, sondern eher inhaltliche Zusammenfassungen. Aus dem Kommentar erhellt, wie sich ganz eigenartiges altes Gut eben in Gen. R. erhalten hat. So mancher Aggadist kommt außerhalb Gen. R. gar nicht vor. So, in unsern Abschnitten: 80,8, S. 961,1 יוסטי בר טבא;