Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 78 (1934)
- Issue
- Heft 6
- Article
- Pfefferkorns Sendschreiben von 1510
- Date
- 1934-01-01
- Page
- Seite 587 (sequence 7)
- Language
- German
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Pfefferkorns Sendschreiben von 1510 587 Ergebnis: Wir kennen nunmehr zwei Formen des Pfefferkonischen Sendschreibens; die erste, wohl ursprünglichere, wird vertreten durch die etwas spätere Abschrift in B, die andere, auf stärkere Wirkung redigiertem Fassung; liegt׳ in W vor, dessen Schreiber eine wichtige Stelle versehentlich ausgelassen hat. (Die gedruckten Stellen in T sind zur Kontrolle belangvoll.) Daß den! Wolfenbüttler Stück das Schlußgedieht gedruckt aufgeklebt ist, scheint mir dafür zu sprechen, daß dieses Schriftstück wirklich versandt;wurde / ־während B als Abschrift schon dadurch erscheint, daß zwei Zeilen des Schlußgedichtes auf das Titelblatt der ersten Schrift des Sammelbandes geschrieben sind. Kassel nach der Fremdherrschaft. Vom Tode Berlins (1814) bis zum Tode Romanns (1842). Von Felix Lazarus. ,,Weder der Verlust einer ihm über alles teuren Gattin1 noch der Tod zärtlich geliebter Kinder, welche im reiferen Alter bereits vor ihm schieden, noch der Verlust eines beträchtlichen Vermögens, noch die Leiden einer langjährigen Siechheit, noch irgend eine Art von Widerwärtigkeit, vermochten seine Seele zu erschüttern, seinen Gleichmut, seine fromme Ergebung zu mindern, die Heiterkeit seines Gemüts ihm zu rauben, die Lebhaftigkeit seines stets regen Geistes zu töten.“ So lautet die Todesanzeige beim Heimgang des Landrabbiners Berlin2. Erst vier Jahre nachher, am 1. April 1818, traten die 6 Klassen Vorsteher3 zur Neuwahl eines Landrabbiners zusammen. Für die religiösen Bedürfnisse 1 Lazarus ,,Das Kgl. Westphälische Konsistorium der Israeliten“ •S. 26, Anm. 2. ׳ 2 S. über Berlin die eben genannte Schrift (weiterhin unter ״Kons.“ aufgeführt, sowie Enc. j. Bd. IV,:, S palte■ 25 7 f., wo in der- Liter^turangabe ״Kons.“ fehlt, ferner Lazarus ״Hessen-Kassel vor der Fremdherrschaft“ in Festschrift des Breslauer Seminars Breslau 1929, Bd. II, S. 256 ff., sowie ״Kassel während der Fremdherrschaft“ in ״Deutsch-Israelitische Zeitung“ 1933 Nr. 22, 24 u. 25. 3 Die Kurhessisqhe Judenschaft war für Steuerzwecke in 14, sonst in 6 Klassen geteilt. 1. Kassel, 2. Gudensberg, 3. Ziegenhain u. Borken, 4. Rotenburg u. Sontra, 5. Schmalkalden, Eschwege und Witzenhausen, 6. Marburg. S. Wittich ״Handb.“ V Kassel 1862, S. 538.