Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 78 (1934)
- Issue
- Heft 6
- Article
- Pfefferkorns Sendschreiben von 1510
- Date
- 1934-01-01
- Page
- Seite 585 (sequence 5)
- Language
- German
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Pfefferkorns Seiidsehreiben von 1510 585 in'י Eigner•’■ personell nitt licIiflioK [völzie]hei1 mögen / habend sy ettlich eristen v n’cL zu :,b e!.['?] ., :g’e^n e 1 e r t e n; das sie d 0• c h aller m i n s t gebürt v n d zimpt/. vn,d. da;r z.u ain t a i 1 der hem v 11 d f u e r־s ten vm ms t e n de c1 mitt gelt vnd schenke zu gemacht den ’juden : bistendig ’/ raetlich / vnd behilflich zu sin solches 10blichs: fuerhem’meri zu verhindren vnd zu ruk stellen. Vnd allso dann das nitt alläin die Judischait in der Selbigen ierthum verhart' blib / sonnder die würden mengen י ainfeltigen; cristei1: mitt ieren subtilen wairten in miss globen vnderston ze fueren vnd wis inachen das ier glo.ben vnd die buecher affrichtig. Amd. gerecht. werend / so nun die selbig abgezogen bücher Avie ob stat weder in zu gefügt vnd ver guet wuerden2: bitt ich gedachter pfefferkairn demueticlichen : all! cristgloeb’ige heräen solches fuCr genommen werk nitt zu dem aergsten sonder zu dem besten Avenden3. vnd der Judischait mitt dem .zu gemachten oder gemalten eristen, die sich dann allso merken läss Avie obstat ieren wairten noch Ayaerken kain statt. noch schin geben / dann, sie wüssend nitt was tsi tünd / sonnder soelche vbeltat vnd ierunge hochen flis fuer wennden Vnd zu vndertrüken. Och der judischait nitt witer zu laß dann allain das alt ge setz die V buecher’ moysi psalter vnd die Propheten׳/ want das ain wärlicher gründ der juden niderfal vnd verstoerung ist ain uff loesung ierer herrten: vnd verstopfen herczen / sigerid vngezwiflet es ,sol ettwas gütz her nach, folgen / dann;kain mittel noch end mag. ge schechen es. müs fair sinen anfang haben, Dürch mich’ johannem4 pfefferkairn, hab disseh brief gemacht. Die juden Avelleh dess nitt / vnd thüt inen gar zorn. || messias ist fair langest gebairen. / das hab ich׳ wöl betracht darumb sigend sy dess düfels Ar1id ewiclich verloren/; : ׳׳; ׳: .■ ־-; ' ■;■׳ ' Die orthographischen Eigentümlichkeiten von B entsprechen der Mundart und den Schreibgewohnheiten; •des oberdeutschen Abschreibers. Er gebraucht im allgemeinen die; alten langen Vokale statt der. neuhochdeutschen Diphthonge, für o,.setzt, er ai (Pfefferkairn, wairt), schreibt, vernit statt vernicht etc. Ich halte den Text, der B zugrunde liegt, für den ursprünglicheren. An einer in, B leider •gerade etwas beschädigten Stelle wird, erwähnt, daß-die Juden Gelehrte und׳ einige Herren und 1 Das Gesperrte nicht in W. - '9 Das •Folgende in W anders; ebie'se־• Weii'dutig'.'•• häufig•־':bÖi Pfefferkorn.; Einige Beispiele aus In lobend eer: '•'••״■■■ •" י׳; ז ־ ־■■ ד *־•-.״<-ז■‘■■• ־■יי--.׳־■: ׳•' ' י (Käc'h Jesäjä 52b)־ W׳e dengherieii di dö' alles'' guten izu dein ■ argMen stellen. (F, 2 ty^Vnd sein^ der riettw düs sie keyn ding ibie guih es sie tzütfi besten.1 sundör -fäw'dißiU efgsfetä'■ Jwertääni:‘2־־a)"'‘Soliöftä■■■׳nyp• yrv'$Us' ergest Minder tzMr d^iri 'üller 'biedeh^Hzu'wendend- 1'*־■■ ■ ’ ־'•׳■׳■ י 4 m in s geändert. ubvV -■4 ■־ ״.׳.־*.•■: