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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1934-01-01 · Heft 5 · p. Seite 541

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
78 (1934)
Issue
Heft 5
Article
[Rezension]
Date
1934-01-01
Page
Seite 541 (sequence 3)
Language
German
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Besprechungen 541 und Kaufpreis, gleichgültig, ob es מרןח *מרןח oder מדקח gelesen wird. Die traditionelle Aussprache der Talmudisten ist auch ימפןח וממכר Grimasse heißt nicht עויר? sondern יהעדה ygl. Laser-Torczyner. Die Vokalisation ist meist einwandfrei; jedoch sind die enklitischen Formen des Partizips nach der traditionellen askenasi sehen Aussprache mit Patach zu vokalisieren, also מםפק?י (S. 147), "סבו-רנ (g. 182), genau wie דומ?י (g. 39); vgl. meinen Aufsatz über das enklitische Partizip, Lesonenu IV, 173 ff. Verwunderlich ist, daß der Verfasser bei einem so verbreiteten Terminus wie הן־ל וחומר die Tradition ganz außer Acht läßt und קל וחמר einführen möchte; Bacher, Terminologie, S. 172 und auch Strack, Einf. in den Talm., setzen sich über die grammatischen Bedenken zugunsten der Tradition hinweg. S. 297 muß es שריל heißen und nicht ישלרל wie es fälschlich die hebräische pädagogische Literatur wegen der Pieneschreibung eingeführt hat. Berlin. Nissan Berggrün. The theology of Seder Eliahu. A study in organic thinking. By Rabbi Max Kadushin, D. H. L. Vol. I. New York, Bloch Publishing Company, 1932. 211 S. Geb. 3,50 RM. Der Inhalt des Buches ist besser durch den Untertitel als durch den Haupttitel gekennzeichnet. Es versucht nicht, die Eigenart des Seder Eliahu innerhalb des rabbinischen Schrifttums zu bestimmen, sondern das Wesen der rabbinischen Theologie an diesem Beispiel zu veranschauliehen. Dabei kommt es K. weniger auf den Inhalt als auf die Eorm des rabbinischen Denkens an. Es ist weder systematisch im Sinne einer philosophischen Konstruktion, noch entbehrt es jeden Zusammenhangs: es erwächst mühelos aus dem Gruppengeist, im Gegensatz zu der mühseligen Anstrengung des einzelnen Forschers; es ist ,,organisch“ in dem Sinn, daß bei ihm, wie beim Organismus, der Teil durch das Ganze bestimmt ist und das Ganze in jedem Teile lebt. Denn alle Vorstellungen ergeben sich aus dem Zusammenwirken von vier Glaubenssätzen: dem Glauben an Gottes Güte, an seine Gerechtigkeit, an Israel und an die Thora. Die unleugbaren (und zweifellos im Seder Eliahu besonders stark hervortretenden) Widersprüche im rabbinischen Denken erklären sich daraus, daß sich bald dieser, bald jener Leitgedanke stärker auswirkt: insbesondere führt die Betonung der beiden ersten Leitgedanken zu universaler, die der letzteren zu partikularer Denkrichtung. Soweit die Rabbinen abstrakte Attribute entwickeln (wie Gottes Allwissenheit oder Heiligkeit), haben diese Lehren nicht Selbstzweck wie im Rationalismus, sondern dienen nur zur Grundlegung der vier Leitgedanken. Der Durchführung dieser methodischen Gesichtspunkte schickt K. einen Bericht über die Fragen der höheren Kritik des S. E. und ihre seit- . herigen Lösungen, ohne selbständige Beiträge zur Weiterführung, voraus. Er verfolgt dann die Auswirkung der beiden ersten Leitgedanken im Seder Eliahu, indem er die Lehren über Gott, Schöpfung, göttliche Liebe und Gerechtigkeit eingehend darstellt.

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