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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1934-01-01 · Heft 5 · p. Seite 538

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
78 (1934)
Issue
Heft 5
Article
[Rezension]
Date
1934-01-01
Page
Seite 538 (sequence 6)
Language
German
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538 Besprechungen welche Raschis Verständnis für Weinbau bekunden. Sie stützen die Annähme, daß Raschi Weinwirtschaft betrieben, und bezeugen zweifellos seinen hellen Blick und frischen Sinn für Natur und Umwelt, sein Verständnis für die Wirklichkeit. Kulturgeschichtlich ist noch manches bemerkenswert: Raschi kennt die Volksanschauungen von Kobolden (743, 744), Sirenen (945), das Kunststück, daß der Gaukler ein Holzpferd trägt, und den Anschein erweckt, als wäre er yom Pferde getragen (62). So wie aus den Glossen zur Bibel sich ein Stück der Bibelexegese ergibt, so erschließt sich aus Raschis Glossen zum Talmud sein Gesichtskreis. Auch für derartige Forschungen hat Blondheim eine sichere wissenschaftliche Grundlage geschaffen. Man darf begierig sein auf die Folgerungen, welche er selbst aus seiner Stoffsammlung im anschließenden Bande seines bewundernswerten Werkes ziehen wird. Bernhard Heller. Die Anerkennung, die Bewunderung gilt nunmehr dem Andenken des vorzeitig heimgegangenen trefflichen Gelehrten. — Wer wird dieses großartige Werk weiterführen? When comes such ancther? תשובות הגאונים מתיך ה״נניזה״ עם מבואות ... מאת שמחה אסף Assaf, Simcha, Gaonic Responsa from Geniza Mss., edited with prefatory and other notes. Jerusalem, ,,Darom“ Publishing Co., 1928. IV -f- 270 S. 8°. Seiner 1927 veröffentlichten Sammlung von Responsen (Maddae Hajahadut I) läßt S. Assaf nun eine neue folgen. Während aber die erste bis auf eine Ausnahme nur aus alten Handschriften zusammengestellt war, entstammt das gegenwärtige Material zum überwiegenden Teil den Geniza- Fragmenten, und zwar hauptsächlich solchen aus den Leningrader Sammlungen Antonin, Firkowitz und Harkavy sowie der Sammlung Mosseri in Kairo. Viel von dem Material ist zerrissen, vieles verwischt und unleserlich; der Herausgeber hat Ergänzungen nur mit größter Vorsicht vorgenommen, hat aber häufig zusammengehörige Stücke in sehr glücklicher Weise zusammengestellt (vgl. S. 217). Das gilt nicht nur für die von ihm gefundenen Fragmente, er konnte auch durch Heranziehung von Responsen, die in Ginzbergs Geonica Bd. 2 bereits gedruckt sind, eine aus zwei Teilen bestehende stattliche Responsensammlung des Gaon Nachschon b. Zadok zusammenstellen, die 872 nach Kairuan an einen sonst unbekannten Hunai und an den auch anderwärts vorkommenden Schebib b. Jakob abging. An Responsen der ,,Geonica“ schließt auch Sammlung 4 an (S. 63 ff., das Datum 868/9 S. 70), die dort an Meir b. Joseph nach Barcelona adressiert sind. Eine sehr interessante Sammlung bilden auch die 179 Responsen Natronais (S. 155—:179, vgl. 147 ff.). Überhaupt zeichnet sich das Buch dadurch aus, daß es viel Material aus dem 9. Jahrhundert und von sonst wenig bekannten Geonim, wie z. B. Matitjahu aus dem Jahre 863 (S. 144) oder Scheriras Großvater Jehuda (S. 146), bringt. — Außer Responsen enthält der Band ein Fragment der Kommentare von Scherira zu Baba Batra 22b—27a (S. 196—207), von Hai zu Berachot 60a und 61b (S. 208—■10),

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