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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1934-01-01 · Heft 5 · p. Seite 528

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
78 (1934)
Issue
Heft 5
Article
Zur Geschichte des Landrabbinats im ehemaligen Kurfürstentume Hessen
Date
1934-01-01
Page
Seite 528 (sequence 11)
Language
German
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528 B. Weinryb in. unserer Mitte jeder tut, was in seinen Augen recht ist, auf dem Gebiete des Schächtwesens in der Gegend des ehemaligen Kurfiirstentums Hessen ein starker Riegel vorgeschoben. Zur Geschichte und Wirtschaftskunde der Juden in Rußland und Polen.1 Von B. Weinryb. Saul J. Borovoj: Evrejskaja zemledel’ceskaja kolonizacija v staroj Rossii (Die jüdische landwirtschaftliche Kolonisation im alten Rußland). Moskau 1928. 228 S. 8°. Die Bemühungen der Sowjetregierung um die jüdische landwirtschaftliche Kolonisation in Bußland weckten das Interesse für ähnliche Versuche, die in der 1. Hälfte des 19. Jhdts. gemacht worden sind. Damals wollte die Zarenregierung eine Umschichtung der Juden herbeiführen und gleichzeitig mit deren Hilfe die wüsten Gegenden Südrußlands kolonisieren. Dieses große Unternehmen mißlang; es blieben nur etwa 30 jüdische Kolonien zurück, die bis zum Weltkriege existiert haben. Verf. versucht auf Grund reichhaltigen Archivmaterials dieses interessante Experiment zu schildern. Leider beschränkt er sich in der Hauptsache auf die Kolonien im Gouvernement Cherson; auch bringt die Darstellung mehr über die äußerliche offizielle Gestaltung der Kolonisation (sowohl in Regierungs־ wie in jüdischen Kreisen) als über die Lage und den psychologischen Vorgang bei den Kolonisten selbst, was vielleicht gerade heute, wo die Umschichtungsfragen bei den Juden wieder akut 3ind, lehrreich sein könnte. Zbyrnikprac Zidivskoj Istoricno-archeograficnoj Komisii (Schriften der Historisch-archäologischen Kommission an der Ukrainischen Akademie der Wissenschaften [Ukrainisch nebst deutscher Zusammenfassung]). Hrsg, von Galant. Bd. 1. Kiev 1928. 250 S. 8°. Die Kommission, die 1919 begründet wurde, konnte infolge des Bürgerkrieges ihre eigentliche Tätigkeit erst 1924 aufnehmen2, als ein großer Teil ihrer Mitglieder bereits im Auslande war und von einem nicht jüdischen Gelehrten (Orientalist Prof. Krimskij) geleitet wurde. Der vorliegende Sammelband enthält Arbeiten von Mitgliedern der Kommission (sowohl Juden wie Nichtjuden) zur Geschichte der Juden in der Ukraine, in der Hauptsache Urkundenveröffentlichungen mit Kommentaren. Rybinskij bringt wertvolles Material über die Juden in der Ostukraine im 18. Jhdt., wo auch Neues über die Juden in Galizien geboten wird. Iwanitzkij versucht, entgegen der üblichen Ansicht, nachzuweisen, daß der ukrainische Philosoph 1 Vgl. auch meine Literaturübersichten in dieser Zeitschrift u. d. T. ,,Neue Jiddische Literatur“, Abt. Historisches. 2 Letztens ist diese Kommission von der Ukrainischen Akademie wieder aufgelöst worden.

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