Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 78 (1934)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Die Typen der prophetischen Visionen in der Bibel
- Date
- 1934-01-01
- Page
- Seite 408 (sequence 10)
- Language
- German
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408 Die Typen der prophetischen Visionen in der Bibel erwarte ihn der ,öffentliche Spott der zu den Siegern heraus^ geführten Frauen. Diesen ihn erwartenden Spott im Falle des Widerstandes kleidet er in ein kleines •Liedchen, das wie jede Vision durch הראני יי, genauer זה הדבר אשר'הראני יי anfängt. Ezec hie 1.; r :! Die Visionen im Buche Ezechiel zeichnen i sich unter anderem durch Ausführlichkeit- und genaue: Schilderung > der Einzelheiten aus. Jede Vision' umfaßt mehrere Kapitel. In ihrem י Inhalt sind die Visionen sehr eigenartig. Nur die erste ־— die Berufungsvision — hat im Aufbau den Charakter der ihr ähnlichen-(Jes 6 und Jer 1) beibehalten. Sie umfaßt Kap. 1—3, mit Ausnahme der Verse 316b2־!, die nicht zum ursprünglichen Text gehören; da die Gesichtspunkte dieses Stückes, mit dem׳ Voraufgehenden nicht übereinstimmen ] ־— die Gedanken dieses kurzen Ab- Schnittes, — der Prophet als Wächter und Warner, werden!ausführlich in Kap. 33 dargelegt. Wir heben im Weiteren, :nur das hervor, was; uns notwendig für die Feststellung der Typen der Visionen erscheint; Der Aufbau der ersten; Vision ist folgender. 1. Zuerst (V. 1—3) die Datierung der Vision, die in ihrer gegenwärtigen Gestalt stark umgearbeitet ist. —־. Es folgt die gewöhnliche Einleitungsformel der ezechielischen Visionen;; die die mit Absicht gesteigerte geheimnisvolle Stimmung aller seiner Visionen wiedergibt: יד יי וארא והכה (statt ותהי עלי(עליו (V. 3). Von 1, 4 bis V: 28a folgt: die Jhw־Manifestation. In diesem Abschnitt finden wir alle die Elemente,, welchen man bei einer Theophanieschilderung in der Bibel gewöhnlich begegnet: (V. 4—■5) Die :Gotteserscheiriung׳ bringt der Sturmwind; von Norden (auch im ׳ babylonischen Pantheon ist der Sitz des Himmelsgottes- Anu auf; einem - Berge in Norden), damit ist großes; Gewölk und flackerndes Feuer verbunden. In dem Feuer erscheint der göttliche Wagen mit der Manifestation der Gottheit selbst, die zurückhaltend: geschildert wird: כעין החשמל מתוך• האש. V, 6—26 ist eine ausführliche Be- Schreibung des Visionsbildes, deren letzter :Vers für unsere :Dar- Stellung wichtig ist, denn auch hier, wie bei Jes. 6, sitzt die Gottheit auf einem Thron. In V. 13 treffen wir die charakte-׳ ristischen Ausdrücke, die zur Theophanie gehören: ,בדק, נגה, לפידים גחלי אש. Vgl. dazu Gen 1517, lEx 1916, 2Ö18, 249 ff., Ps 18g ff.,