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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1934-01-01 · Heft 3 · p. Seite 373

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
78 (1934)
Issue
Heft 3
Article
[Rezension]
Date
1934-01-01
Page
Seite 373 (sequence 3)
Language
German
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Besprechungen 373 mischnisch-talmudischen Pflanzen, verfolgt ihre Wortwanderung3 weist auf Irrtümer und Unlösliches hin und wendet sich sodann den Gaonen, den Aerzten (Assaf und Donnolo) und der nachgaonäischen Zeit zu. Hier steht an der Spitze Maimonides, der nicht nur in seinen ärztlichen, sondern auch in seinen religionsgesetzlichen. Schriften zahlreiche Pflanzen erwähnt hat1. Weiter leitet uns der unermüdliche Meister durch die Pflanzennamen der Karäer, des Palästinensisch-Hebräischen, des Jiddischen zur Kenntnis von Garten- und Parkanlagen der verschiedenen jüdischen Epochen, zum halachischen Schrifttum, zur Pflanze im Ritus, in der jüdischen Küche, in Handel und Anbau, in Folklore, Aberglauben, Agada, Dichtung, Symbolik und Kunst. Er bespricht Kabbala und Alchemie, berühmte Bäume aus Palästina, Pflanzen als Namen, und endet diesen Abschnitt mit einem Exkurs über die Pflanzen in der Philosophie und Wissenschaft der Juden. Hier behandelt er die großen Gelehrten von Philo und den aristotelischen Einflüssen an über Abraham ibn Ezra, Maimuni, Jakob Anatoli, Schemtob ben Palqera u. a. bis in die neueste Zeit, und läßt Notizen über die botanische Palästina-Literatur und medizinische Glossare folgen; hier ist fast alles Neuland. ‘Danach folgt der sogenannte Anhang, der sehr wichtige Häuptstücke enthält: zunächst einen Wiederabdruck von Löws Arbeit über das Kranzgedieht des Meleagos von Gadara (erschienen 1883), wichtig wegen der syrischen Wiedergabe der Pflanzennamen durch den großen Uebersetzer Hünain ibn Ishaq. (9. Jahrh. d. christl. Zeitrechn.); dann Bemerkungen über syrische und punische Pflanzennamen, und über hundert Seiten Nachträge und Berichtigungen zu allen vier Bänden. Den Abschluß bilden umfangreiche Sach -und Namenregister in Aramäisch, Hebräisch, Lateinisch, Griechisch und Deutsch; das Verdienst dieser mühevollen und nützlichen Arbeit fällt Herrn Architekten Moses Löw zu. Damit ist dieses einzigartige Monumentalwerk abgeschlossen, für das die Forscher des Judentums, Sprachwissenschaftler und Botaniker dem ehrwürdigen Verfasser in gleicher Weise zu Dank verpflichtet sind. In der Einleitung kündigt er an, daß er auch noch die Fauna und die Mineralkünde der Juden bearbeiten zu können hofft. Wir schließen uns dieser Hoffnung im Hinblick auf die erstaunliche geistige und körperliche Frische des Altmeisters von Herzen an; möge es ihm vergönnt sein, auch diesen ־•Teil seines Lebenswerkes noch unter Dach zu bringen! Die Wissenschaft des Judentums wird zu aller Zeit Immanuel Löw als einen ihrer größten Vertreter ehren. Kairo. Max Meyerhof. 1 Durch die Freundlichkeit des Herrn Dr. H. Ritter in Istanbul erhielt ich aus der dortigen Aya Sofia-Bibliothek die Photographie einer einzigartigen und bisher unbekannten Handschrift des arabischen Textes einer kleinen Schrift des Maimonides über Drogennamen. Ich hoffe sie mit Uebersetzung und Erläuterung im Laufe des nächsten Jahres herausgeben zu können.

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