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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1934-01-01 · Heft 3 · p. Seite 367

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
78 (1934)
Issue
Heft 3
Article
[Rezension]
Date
1934-01-01
Page
Seite 367 (sequence 2)
Language
German
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Besprechungen 367 erwähnt. M. sieht in ihnen Schreiben des Chasdai ihn Schaprut an Kaiser Konstantin Porphyrogennetos und Kaiserin Helena. Irgend einen Hinweis auf Byzanz enthalten die Briefe selbst nicht. Sie seien nach M. ursprünglich hebräisch abgefaßt worden und sollten von den die byzantinischen Gesandten nach Cordova offenbar begleitenden jüdischen Dolmetschern nach ihrer Rückkehr in Konstantinopel den Empfängern übersetzt werden (S. 5, 10). Dann aber wäre es doch natürlicher gewesen, dieses Schreiben gleich in Cordova von den Dolmetschern ins Griechische übersetzen zu lassen. Jedenfalls hatte es keinen Sinn, dies Gesuch an den Kaiser gereimt im Stile des Pijut zu schreiben. — Zwei andere Schreiben, II mit einem Berichte über eine Verfolgung in Süditalien und III, um Intervention für französische Gemeinden bittend, sind nach M. an Chasdai gerichtet (S. 23/30). Name des Empfängers und Zeitangabe fehlen. Das Fragment, S. 38 unten bis S. 44 erzählt von einer messianischen Bewegung in Sizilien, ohne Zeitangabe. Den größten Abschnitt unseres Werkes füllen die auf die babylonischen Geonim bezüglichen Texte aus. In der vorausgehenden ausführ־ liehen Abhandlung bezeichnet sie M. als Briefe und hebt hervor, daß die Briefe, zum Unterschied von den Rechtsfragen behandelnden Responsen, mehr Aufschluß über die persönlichen Verhältnisse geben. Doch läßt sich von manchen ,,Briefen“ wegen ihres fragmentarischen Charakters deren halachischer Inhalt nicht mit Bestimmtheit verneinen, so bei den Bruchstücken S. 107 f., S. 138 ff., S. 163 unten bis 167. Ginzberg, Geonica II, 302 ergänzt die lückenhafte Stelle im Schreiben Amrams daselbst (S. 326 Z. 4 unten) durch einen Satz, der den Tod des verstorbenen Vorgängers Natronai andeutet. M. hält es im Hinblick auf seine frühere Gegnerschaft zu Natronai für unwahrscheinlich (S. 66, A. 9). Doch die Gegnerschaft wäre sicher kein Grund für den neuen Gaon, seinen verstorbenen Vorgänger nicht pietätvoll zu erwähnen.. M. seinerseits ergänzt den lückenhaften Satz durch Worte, die das Bedauern des Gutachters darüber aus drücken, daß der Empfänger fern von der Akademie lebe. Nach M. macht ein Vergleich zwischen Assaf, Gaon. Gutachten 1929, S. 46, wo der Gutachter das Bedauern über die große Entfernung zwischen den Empfängern und der Akademie ausdrückt, und dem GA. Amrams in Geonica II, S. 326 unten es wahrscheinlich, daß das zuerst genannte Schreiben ebenfalls Amram gehört. Diese Aehnlichkeit besteht nur in den zwei Worten: שגרם ערן und שגרמו עונות und ist schwerlich beweisend. Die Worte Scheriras ישיבת מחסיה בזמן (שהיה) [שהיתה] בסורא (S. 68 oben) wollen, wie M. meint, nicht sagen, daß die Akademie von Mechasia später von Sura nach Bagdad verlegt wurde. Es bedeute: ״zu der Zeit, als Sura bestand“, weil diese Akademie zur Zeit Scheriras nicht mehr bestand. Aber ־wenn der Gutachter erzählt, daß die Akademie von Mechasia in bezug auf An- Setzung von öffentlichen Fasten nicht so streng war wie Pumbedita, so geschah es doch selbstverständlich zu einer Zeit, als die Akademie von Mechasia noch bestand. Außerdem hätte er sich anders ausdrücken müssen.

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