Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 77 (1933)
- Issue
- Heft 6
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1933-01-01
- Page
- Seite 470 (sequence 2)
- Language
- German
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Mentioned entities
- Albert Einstein 1× ep/1003296
- Arnold Zweig 1× ep/1009291
- Carl Gebhardt 1× ep/1023445
- Gotthold Weil 1× ep/1024120
- Jakob Klatzkin 1× ep/1011037
- Jakob Wassermann 1× ep/1005248
- Joseph Klausner 1× ep/1005423
- Martin Buber 1× ep/1009258
- Max Grunwald 1× ep/1000088
- Nahum Sokolow 1× ep/1006352
- Romain Rolland 1× ep/1025528
- Sigmund Freud 1× ep/1025006
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470 Besprechungen tamien, Ägypten, Palästina oder im islamischen Westen gesammelt sind, wird dieser Mangel nicht allzu stark empfunden. Jedes Sprichwort und jede Sprichwort ähnliche Wendung wird zuerst in arabischer Sprache — u. zw. in hebräischer Umschrift — geboten; dem Original folgt jeweils eine hebräische Übersetzung und falls nötig auch eine Erklärung in hebräischer Sprache. Überall da, wo sich im jüdischen Schrifttum, in Bibel, Talmud, Midrasch oder in spaniolischen Erzählungen Parallelen zu dem Inhalt der arabischen Sprichwörter aufzeigen lassen, werden Hinweise darauf gegeben, die den Wert der Sammlung erheblich erhöhen. Die Anordnung ist alphabetisch, u. zw. nach den Anfangsbuchstaben der von Yahuda gegebenen hebräischen Übersetzungen der Sprichwörter. Dieses Anordnungsprinzip ist recht willkürlich und daher für das Auffinden kaum von Nutzen; es wird aber, wie der Verfasser in der Einleitung verspricht, dadurch eine gewisse Korrektur erfahren, daß am Ende des dritten Teiles ein umfassender Index die arabischen Texte der Sprichwörter in alphabetischer Folge bringen wird. Auch dann wird jedoch das Auffinden immer noch recht schwierig sein. Ich würde daher empfehlen, dem Werke eine Art Schlag- Wortregister über die in den Sprichwörtern vorkommenden markanten Worte beizufügen und unter diesen auf alle Nummern, in denen sie vorkommen, zu verweisen. Der vorliegende erste Band, der 1313 Sprichwörter, u. zw. die, deren hebräische Übersetzung mit den Buchstaben א-ה beginnt, umfaßt, ist auf Kosten der palästinensischen Gesellschaft für Geschichte und Ethnographie herausgegeben. Hoffen wir, daß die nächsten zwei Bände dieser für die Erkenntnis des Volkslebens des Vorderen Orients wichtigen Sammlung bald folgen mögen. Gotthold Weil. Spinoza-Festschrift. Herausgegeben von Siegfried Hessing. Zum 300. Geburtstag Benedict Spinozas (1632—1932). Unter Mitwirkung von: J. Brucar, Martin Buber, Fritz Droop, Simon Dubnow, Albert Einstein, »Sigmund Freud, Carl Gebhardt, Vasile Gkerasim, Max Grunwald, Jakob Klatzkin, Joseph Klausner, Marc Marcianu, Ignacy Myslicki, J. Niemirower, Ion Petrovici, Romain Rolland, Karl Saß, Carl Siegel, Nahum Sokolow, Jakob Wassermann und Arnold Zweig. Heidelberg. Carl Winter. S. 222. Gelehrte und Künstler, Juden und Christen, Deutsche, Franzosen, Engländer, Polen, Österreicher, Rumänen vereinigen sich in dieser Festschrift znr Huldigung für Spinoza. Die universale Bedeutung der Philosophie Spinozas kommt in diesem vielstimmigen Chor seiner Verehrer zum Ausdruck. Aber zugleich auch die tiefe Verschiedenheit der Sinndeutung seiner Philosophie. An dieser Stelle sei die mannigfache Beurteilung des Verhältnisses Spinozas zum Judentum kurz hervorgehoben: Carl Gebhardt erneuert in seinem‘Aufsatz ,,Der gotische Jude“ die These Kuno Fischers, daß Spinoza als sephardischer Jude den aschkenasischen Juden wesensfremd sei, indem er hervorhebt, daß die spanischen Juden als von gotischen Volkselementen durchsetzt dem gleichen Ver- Schmelzungsprozeß unterlegen seien wie die anderen Anwohner des Mittel-