Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 77 (1933)
- Issue
- Heft 6
- Article
- Zu den Dialekten des Talmudisch-Hebräischen
- Date
- 1933-01-01
- Page
- Seite 429 (sequence 17)
- Language
- German
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Zu den Dialekten des Talmudisch-Hebräischen 429 Kerithoth, Me'ila und Tamid, und in der Sprache der Geonim. Im pal. Aram. hingegen wird n vielfach am Ende vokalisch auslautender Wörter hinzugefügt: כדון (vgl. syr. kaddu), הוון (m. pl. Perf.), אזלן (für ,azäla, f. pl. Perf.), u. s. w. M. E. hängt damit der Abfall des etymologisch berechtigten n in babyl. ציפורי (die pal. ציפורין — mit Pluralendung — genannte Stadt), und der Zuwachs eines solchen n in pal. קיסרין (babyl., entsprechend der Urform Kaisdreia, *5קיפד), zusammen. Oder sollte auch im letzteren Fall das n, nach *Kaisäreion — denn Caesarea Philippi heißt pal. geradezu קיפריון — berechtigt, und wieder die babyl. Form die sekundäre sein? Jedenfalls handelt es sich um dasselbe gegenseitige Verhältnis. Zur palästinischen Aussprache des Schluß-m wie n\ Von Henoch Yalon, Jerusalem. Außer in den von H. L. Ginsberg S. 421 zitierten Hss. werden die Mehrzahlendungen -m, -hen usw. fast ausnahmslos in den Jelamdenufragmenten bei L. Ginzberg, Genizah Studies in Memory of Doctor Solomon Schechter I, 37—66, angewandt; wo noch — nebst wiederholtem כשם =) כשן — אדן), S. 38, Z. 11, 15; 4018; 4420 52s und 1 2(שם =) שן, S. 42x; 4612, zu verzeichnen sind. Daraus, daß die frühen Paitanim, die ja Palästinenser waren, das פ am Wortende, wenn auch unter Beibehaltung der historischen Orthographie, gleich נ sprachen, erklärt es sich, daß sie diese beiden sich miteinander reimen lassen. Zwar fügt S. L. 1 Diese Notiz hat Herr Yalon auf meine Bitte hin aufgezeichnet, nachdem er gütigst meinen Aufsatz im Manuskript durchgelesen hatte. Bei dieser Gelegenheit erfuhr ich, daß er das pal. Lautgesetz unabhängig von mir konstatiert hat und mit besonders schönen Belegen nachzuweisen imstande ist. — H. L. G. 2 Diese Aussprache des Wortes liegt, wie der Verfasser von Mattenot Kehunna zu Bemidb. Rabba 18, Stichwort ע בא לשם richtig gesehen hat, der aggadischen Deutung הר בשן — שבא לשם הקדוש ברוך הוא zugrunde: X בשן—דרש גוטרייקון בא שפי ובירושלמי שכיח מאוד להחליף ברץ במ״׳ם אדם—אדן, רשות הרבין, חסידים-הסידין; ובן הרבה. (Auf diese Stelle des M. K. macht J. Reif mann, Mag. f. hebr. Lit. u. Wissensch., I. Jahrgang, S. 10, Anm. 15, aufmerksam.)