Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 77 (1933)
- Issue
- Heft 5
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1933-01-01
- Page
- Seite 394 (sequence 3)
- Language
- German
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394 Besprechungen ■Nr. 34 Z. 1 druckt Y.חמלה .׳ usw. In -der Anmerkung verbessert er das in חמלו• Aber das erste ist gut, und die Ansprache geht an Gott: ״Schone den Menschen, den die Trennung mordet“ usw. Erst in Z. 3־ wendet er sich an die Menschen. l־ In Nr. 123 Z. 5*׳ ist gedruckt רבי, in der Anm. verbessert zu רבי♦ Da erfordert aber das Metrum entschieden die erste re Form, nur mit Kaf zu lesen: ״ .וכיIch stöhnte: Hat sich denn nur mein Aussehen geändert?“ Zu Nr. 400 :.Die Worte'כאשר'בגללו נאסר versteht Y. nicht, druckt aber dabei נעצר ab; das ist ja ein ganz anderes Wort! Die Sache ist aber gut zu verstehen: ״Fir das Lied der Bedeutung Isaak ben Zadoqs ist mein Raum zii kurz, hinsichtlich des R. Salomo ben Abu-Dirhem jedoch, da er (Isaak) seinetwegen eingesperrt würde, taten sich auf meine Lippen, und es redete mein Mund in Schmerzen“ usw. Der Genannte war die Ursache dessen, daß jener eingesperrt wurde; wir wissen, daß er.auch gehängt wurde. Vgl. im Texte des Gedichtes selbst Z. 1: ,,Die Augen der Freunde vergehen im Weinen, seitdem du, 0 Herr, gefangen (כלוא) gehalten wirst“ usw. Ferner Nr. 401 Z. 1: ,,Noch ein Weniges — und befreit wird sein der Gefangene“ (אסור). Ferner 402 Z. 3 : ,,Erwartest du vom Schurken (נבל) etwas anderes als Schurkerei?“ Der Schurke ist eben der Vorgenannte. Seltsam ist, daß selbst der tragische Tod des gefeierten ,,Herrn“ in witzig geschraubten Versen besungen wurde, wie z. B. gleich die Überschrift von Nr. 405 zeigt: זמן בנורה שוד. סגר פתח תקוה• Das von den Poetanim gebrauchte Wort מחשב statt bh. מחשבה erklärt Y. erst zu Nr. 182; es kommt aber schon Nr. 170 Z. 8 vor. Übrigens wäre hier zu erinnern gewesen an Saul Josephs Bemerkung zu diesem Worte, wovon ich gehandelt habe im Vorworte zu Mishbeheth ha-Tarshish S. X Anmerkung. Bei der an sich richtigen Bemerkung zu Nr. 184 (verschiedene Bedeutungen von יד), daß in Ms Schocken je ein Zitat aus der h. Schrift daneben steht, wäre zu verweisen gewesen auf Tarsis des Moses ibn Ezra, wo dasselbe Vorgehen, da doch dem Leser das ״Tegnis“ einigermaßen erklärt werden sollte. Samuel Krauß. Gruttmanm, Julius: Die Philosophie des Judentums. München, Reinhardt, 1933. 412 S. (Geschichte der Philosophie in Einzeldarstellungen. Abt. I, Bd. 3). RM. 7.50, geb. RM. 9.50. In seinem Überblick über die jüdische Religionsphilosophie (Jüd. Lex., Bd. 4), hatte Guttmann eine ,,Jüdische Religionsphilosophie des Mittelalters“ angekündigt. An Stelle dieses Buches ist das vorliegende getreten. Es stellt die Geschichte des mittelalterlichen Denkens in den Vordergrund; aber es unterrichtet einleitend über das Denken des Altertums, insbesondere die Philosophie der jüdischen Hellenisten und die Grundgedanken des talmudischen Judentums, und es schließt ab mit einer Übersicht über Spinoza, Mendelssohn, drei Theologen des 19. Jahrhunderts,