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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1933-01-01 · Heft 5 · p. Seite 390

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
77 (1933)
Issue
Heft 5
Article
[Rezension]
Date
1933-01-01
Page
Seite 390 (sequence 1)
Language
German
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^v: :Besprechungen.: י. '39Ö Besprechungen Dr. phil. Aaron Rosmarin: Moses im Lichte der Agada. New York, The Goldblatt Publishing Go., 1932, 157 S. ’ Die letzten Jahre haben manches Bedeutsame zur Erforschung der Moses-Agada gebracht: 1. Meyer Abraham, Legendes juives apocryphes s.ur la vie de Moise. La Ghronique de Moise. .— L’Ascension de. Moise. — La Mort de Moise. Paris 1925־ (Siehe MGWJ 1926, 218—221.) 2. Micha Joseph Bin Gorion, die Sagen der Juden, Mose. Frankfurt a. M. 1926. 3. M. A. Halevy, Moise dans l’histoire et dans la legende. Paris 1927. (Siehe MGWJ 1928, 631—633.) 4. The Asätir, The Samaritan Book of the ״Secrets of Moses“, herausgegeben von Moses Gaster, London 1927. 5. Des Jahrhunderts mächtigstes Werk zur Geschichte der Agada: der V. und der VI. Band von Louis Ginzbergs The Legends of the Jews, Philadelphia 1925—1928־. Diesen Vorgängen gegenüber verhält sich R. durchaus selbständig und findet selbst bei Louis Ginzberg manches zu berichtigen; ich habe ein Dutzend Berichtigungen gezählt, die er vornehmerweise nur als Verbesserungen von Druckfehlern bezeichnet. Trotz mühsamer Vorarbeit bleibt Rosmarin bescheiden in seiner Ziel- Setzung. Ihm ist es nicht, wie Aptowitzer in seinem ״Kain und Abel“ darum zu tun, seinen Helden, seinen Stoff ,,in der Agada, den Apokryphen, der hellenistischen, christlichen und mohammedanischen Literatur“ vergleichend darzustellen. Er weiß sich weit entfernt von der Weite und Tiefe, mit welcher der unerreichte L. Ginzberg die bewältigende Fülle des Stoffes, meistert: Jüdisches Schrifttum der biblischen und nachbiblischen Zeit, Hellenismus, syrische, griechische, lateinische Kirchenväter. Rosmarin zieht Apokryphen und Pseudepigraphen kaum heran, Philo und Josephus hier und da1. Ihm ist es um Agada und jüdische Bibelexegese zu tun. Er strebt ein jüdisches Erbauungsbuch auf wissenschaftlicher Grundlage an. . Der Text soll ein kunstvolles Ganzes bieten, die Fußnoten sollen ihn begründen. Text und Fußnoten verhalten sich zu einander wie Ginzbergs vier erste Bände zu den zwei letzten, wie Volkstümliches zur Wissenschaft. Vieles kommt dabei auf die Auswahl an. Ich meine, für den Haupttext wäre vorzüglich der alte, kernige tannaitische Midrasch, Mechilta, Sifre, die älteren Midraschim: Gen. R., Lev. R.s Echa R. sowie die Agada der Talmud im zu verwerten. Allerdings geben diese selten eine zusammenhängend fließende Erzählung. Deshalb konnte auch Rosmarin der Versuchung nicht widerstehen ספר הישר und דברי הימים של משה רבנו ע״ה, diese späten willkürlichen Zusammenstellungen, ausgiebig zu nutzen. Die Abschnitte ״Vom Tode Jakobs bis zum Tode Josephs“ (29—31), ״Die Lage der Juden in Ägypten bis zu Moses Geburt“ (32—42), ,,Moses im Lager des Kikanos“ (61—62), ״Moses in Äthiopien“ (65—68) folgen meist dem Sefer Hajaschar. Freilich stand für den Zug nach Äthiopien keine alte Agada zu Gebote, auf Josephus verweist Rosmarin in der Fußnote (67, 240). 1 S. jetzt Heinemann, Art. Moses, Päuly-Krolls REXV 359 ff.

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