Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1933-01-01 · Heft 5 · p. Seite 387

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
77 (1933)
Issue
Heft 5
Article
Abn oder Ibn in hebräischen Namen [Nachricht]
Date
1933-01-01
Page
Seite 387 (sequence 2)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
89% known words query
IRI
…/2829132-2829991-2829997-2838523--52225-2838610
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

Abn oder Ibn in hebräischen Namen 387 Richtig ist ferner, daß der Namen in Wirklichkeit, wie ihn auch iE. selber oft schreibt, "בן מזו־א“ geschrieben werden sollte1. So schreibt ihn auch Harisi in seinem ״Tahkemöni“2, Parhön in seinem ,,Mahberet“3 und noch viele andere. Doch findet sich schon frühzeitig neben dieser Schreibung auch I}f■ ^l4, und es dürften ja auch in Toledo selbst, dem Geburtsorte iE.s, beide Wörter promiscue gebraucht worden sein. Eine Urkunde der Vierländersynode aus dem Jahre 1699. Von Isak Lewin. Auf der Suche nach dem verschollenen Protokollbuche der Vierländersynode, von dem wahrscheinlich die Urschrift, vielleicht eine Abschrift, in der Synodalstadt Jaroslaw aufbewahrt war5, fand ich dort einen Pinax der lokalen Chewra Kadischa, der bis zum Jahre 5460 (1699—1700) zurückreicht. Das gut erhaltene. Buch, das so manche interessante Notiz enthält6, nimmt an einigen Stellen natürlich auf die Jaroslawer Tagungen der Vierländersynode Bezug. Ein Beschluß der Synode aus dem Jahre 1699 ist darin 1 An zahlreichen Stellen, so z. B. in den Versen vor dem Kommentar zu Kohelet oder vor מאזנים. Vgl. auch Rosin, Reime und Gedichte des Abraham ibn Esra, Breslau 1885, Heft 1, S. 1. 2 Ed. Stern, Wien 1854, S. 7 b und Lagarde, Hannover 1924, S. 21, Pforte 3: ולא כשירי אברהם ב ן עזרא. 3 Ed. Stern, Preßburg 1844, S. XXII. 4 Steinschneider in ZDMG. XX 427 ff.; HB. XII 20 und Abh. z. Geschichte der Mathematik, Leipzig 1880, III 68, Anm.,27. 5 Über den פנקס יערסלף vgl. Louis Lewin, Neue Materialien zur Geschichte der Vierländersynode, II, Franki. a. M. 1906, S. 8. 6 Das Buch trägt am Titelblatt die Aufschrift: פינקם של הבורא קדישא של גומלי חסדים דקהלתיבו יצ״ו ק״ק יראת לב: am Rande, beim Worte גומלי, ist scheinbar später zugeschriehen worden: דהיינו קברנים. Die euphemistische Bezeichnung יראת לב ist verständlich. Die Handschrift im ganzen Buche ist im allgemeinen noch gut lesbar. Ich besitze handschriftliches Material aus ahnliehen Protokollbüchern in Rzeszow, Przeworsk, Lancut und Kanczuga von großem historischen Wert. Ein kurzgefaßter Bericht darüber bei IsakLewin,Protokoly kahalne z XVIII i XIX wieku w Malopolsce srodkowej, in der Vierteljahrschrift Przewodnik Historyczno-Prawny, Lemberg 1931 (auch Sonderdruck). 25*

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.