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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1933-01-01 · Heft 3 · p. Seite 239

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
77 (1933)
Issue
Heft 3
Article
[Nachricht]
Date
1933-01-01
Page
Seite 239 (sequence 2)
Language
German
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Bücherschau 239 Gedächtnisreden, aus allgemeinen Gesichtspunkten heraus gehalten, bildet den Abschluß. Die Sammlung ergänzt aufs wünschenswerteste Baecks systematische Darstellung des ,,Wesens des Judentums“, und kann wegen ihrer Lebensnähe und ihres Feingefühls den suchenden Menschen unserer Tage warm empfohlen werden. Baumgartner: Israelitische und altorientalische Weisheit. Tübingen, J. G. B: Mohr, 1933. 34 S. 1,50 RM. Stellt die Eigenart der jüdischen Weisheitsliteratur, ihre Kunstform und ihr Verhältnis zu ägyptischer, aramäischer und babylonisch-assyrischer Weisheit dar. Rosy Bodenheimer: Beitrag zur Geschichte der Juden in Oberhessen von ihrer frühesten Erwähnung bis zur Emanzipation. Frankfurt a. M., Kauffmann, 1932. 46 S. Br. 2,— RM. Größtenteils Abdruck aus der ״Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland“ III, 1931. Walter Fiscliel: The Origin of Banking in Mediaeval Islam; contribution to the economic history of the Jews of Baghdad in the tentli Century. Sonderabdruck aus: The Journal of the Royal Asiatic Society, April 1933. H. F. Fletcher: The Use of the Bible in Milton’s Prose, University of Illinois Press 1929. 176 S. — Derselbe: Rabbinical Readings. Ebda. 1930. 344 S. Die erste Schrift weist den weitgehenden Einfluß der Bibel, die Miiton im Urtext lesen konnte, auf dessen Werken nach. Die zweite überschätzt m. E. den Umfang von Miltons Kenntnis rabbinisclier Literatur. Ob die zeitgenössische Kabbala auch auf Milton eingevvirkt hat, muß noch untersucht werden. Luitpold Wallach. H. J. Hertz: In Ancient Egypt and Present-Day Germany. London, Office of the Chief Rabbi, 1933. 14 S. hfatlian Hoffman«: Mose ben Maimuni’s (!) Miscbna-Kommentar zum Traktat Sota (Abschnitt 1׳—VI), Arabischer Urtext auf Grund von drei Handschriften zum ersten Mal herausgegeben mit hebräischer Ueber- Setzung, Einleitung, deutscher Uebersetzung, nebst kritischen und erläuternden Anmerkungen. Breslau, Druck von D. Rotenberg, 1933. (Würzburger phil. Diss.) Heinrich Kaupcl: Die antisemitische Bekämpfung des Alten Testaments vom Standpunkt katholischer Bibelbetrachtung beleuchtet. Hambürg, Lettenbauer, 1933. 46 S. Bringt den bekannten Standpunkt der katholischen Kirche mit reichlichen Literaturangaben zu klarer Darstellung. Arthur Kohane: Das Judenbuch. Tiergarten-Verlag, Berlin 1931, 184 Seiten, klein 8°. Ein Büchlein von einem, dem das Judentum ein Rest fossiler Anekdoten ist. Er jagt nach billigen Antithesen, nach Pointen, die sorgsam zugespitztsind, aber leicht stumpf werden. Man lese die mühsam gehäuften Antithesen über Jüdeln und Mauscheln (140) z. B.: ״Das Jüdeln ist ein korrumpiertes Deutsch, das Mauscheln ein korrumpiertes Jüdeln.“ Balagole ״Kutscher“ soll aus dem hebräischen Baal ״Herr“ und dem deutschen Gaul zusammengesetzt sein (139); ״ עגלהWagen“ kennt K. nicht. Gauner (144) soll von Jon a, hehr, ,,täuschen“ stammen. Aus Kluge, so hätte Kohane sich das richtige j ä n ä, aschkenasiscli j 5 n ö holen können.

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