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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1933-01-01 · Heft 3 · p. Seite 232

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
77 (1933)
Issue
Heft 3
Article
[Rezension]
Date
1933-01-01
Page
Seite 232 (sequence 3)
Language
German
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232 Besprechungen auswendig kennt; vielleicht war das ein ,.geflügeltes Wort“ in Rom, das mancher gebildete Römer kannte. Daher erscheint es mir auch zweifelhaft, ob gerade der Wortschatz im Buche 14 der Ant. eine solche Quellenscheidung gestattet; und wäre es sogar der Fall, dann bedenke man, daß die Geschichte dort eine ganz andere wird, die Geschichte des Makkabäergeschlechts oder der Herodianer wird dann eine solche Mischung von innen- und außenpolitischen Ereignissen, wird zudem so oft durch die weltgeschichtlichen Angaben durchbrochen, daß es nicht wundernehmen kann, daß eine andere Sprachformulierung einsetzt. Der Hintergrund wirkt auf jeden Schriftsteller, derselbe Autor wird eine Familienszene und ein auswärtiges Ereignis, in dem ein Glied der Familie eine Rolle spielt, verschieden darstellen, man wird sicher in dem einen Abschnitt Worte und Wendungen finden, nach denen man in dem anderen vergebens sucht. Für den Midrasch kennt der Verfasser nicht die ältere Arbeit von Jonas und die neuere von Rappoport. Es ist mir zweifelhaft, ob der. Pazifismus des J. eine ihn charakterisierende Eigenschaft ist; seine Friedensäußerungen sind mehr durch eine gewisse Aengstlichkeit und seine Römerfreundschaft hervorgerüfen. Für das Studium und die Kenntnis der griechischen Sprache vgl. ant.; 20, 263 und dazu Glassical Review 2 (188) 142 b. Ueber Asartha (ant. 3, 252) vgl. J. Bernays, Gesammelte Abhandlungen ,(Usener 1885) 2, S. 297 und Dalman, Jesus-Jeschu 14, 1. Die Bemerkung zu ant. VII, 331 steht schon hei Reinach. Die Begründung des Freundschaftsverhältnisses zwischen Herodes und Nikolaos, von Damaskos wird nicht gegeben. Der Verfasser hat recht, wenn er den J. einen Egoisten und nicht einmal einen heroischen Egoisten nennt. Seine Arbeit ist eine vollständige Behandlung des gesamten Fragenkomplexes, der sich an J. anschließt; auch wo sie irrt, eröffnet sie wertvolle Blicke. Antwerpen. A. Posner. Joseph Roth: Greek Papyri Lights on Jewish History, New York 1924. Nach Würdigung der Lage der Juden in der antiken Diaspora werden 26 Texte von Papyri — z. T. mit Verbesserungen der Lesarten — zum Abdruck gebracht, ins Englische übersetzt und kurz gewürdigt; in einer zusammenfassenden Schlußbetrachtung wird das Fazit aus den Texten gezogen. Zum Teil dürfte die Arbeit durch Schriften wie Bell, Juden und Griechen im römischen Alexandrien und L. Fuchs, Die Juden Ägyptens, auch durch Heinemanns Aufsatz über Antisemitismus in der Realen cyclopadie der classischen Altertumswissenschaft (Supplement V) überholt sein. Sie behält aber ihren Wert dadurch, daß die jüdisch interessierten Texte gut zusammen zu lesen •sind und ihre Urs teile genau angegeben ist. Die Frage der «voaiöt bedarf noch der Klärung (S. 40 und 50). Antwerpen• A. Posner.

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