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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1933-01-01 · Heft 3 · p. Seite 230

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
77 (1933)
Issue
Heft 3
Article
[Rezension]
Date
1933-01-01
Page
Seite 230 (sequence 1)
Language
German
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230 Besprechungen H. St. Thaclceray: John Josephus, the man and the historian (The Hilda Stich Stroock lectures at the Jewish Institute of Religion, New York 1929, Jewish Institute of Religion. Die Vorrede G. F. Moores weist auf den gegenwärtigen Stand, insbesondere auf die slavische Uebersetzung und die durch sie neu gestellten Fragen hin. Im ersten Kapitel behandelt der Verfasser Leben und Charakter des Josephus und den Wert seiner Werke. Er deutet schon hier an, daß J. verschiedene Helfer heranzog, um seinen Werken ein gutes sprachliches Gewand zu geben. Er weist darauf hin, wie sich der slavische Text zu der eigentümlichen Lebensrettung des J. stellt, er macht auf die Differenzen zwischen'vita und bellum, zwischen bellum und antiquitates aufmerksam und erwähnt die Formelhaftigkeit, die den einzelnen Büchern — jeweils verschieden — anhaftet (Berührung und Auseinandersetzung mit Laqueur). Das zweite Kapitel ist dem Jüdischen Krieg gewidmet, dessen Titel ursprünglich Ilepi aXwaeo; gewesen sein muß. Das Prooemium, die beiden Editionen, die Anerkennung durch Titus — nach Laqueur ist J. der ,,offizielle Historiker“ —, die Frage, ob wirklich die alte aramäische Darstellung uns im russisch-slavisclien Text vorliegt — Thackeray nimmt Stellung zu den Ansichten von Berendt und Robert Eisler und hält das slawische nur für eine freie Paraphrase, die doch nicht über den alten aramäischen Text Auskunft geben kann, — die Datierung, die ’wahrscheinlich buchweise erfolgte Edition, das Schweigen über die Quellen, die wahrscheinlieh — so schon Wilhelm Weber — die commeniarii prmcipales in der Hauptsache sind, die Reden und ihr Vergleich mit Thukydides und seinem System, das Vorbild des Peloponnesischen Krieges für Teile, in denen J. Augenzeuge war, der Stil werden an prägnanten Beispielen erläutert. Im dritten Kapitel werden die Jüdischen Altertümer vorgenommen. Die Unterschiede zwischen diesem Werke und dem bellum werden durch die- Aenderung der politischen Situation begründet (Titus-Domitian, gegen Laqueur und Teuffel), den prorömischen Ein״ druck auch hier, die griechischen und römischen Vorbilder (zu allererst sicher Dionys von Halikarnass, Livius mit interessanten, aber nachzuprüfenden Parallelen), die biblische Quelle und die Auswahl aus ihr (es fehlt die Geschichte vom goldenen Kalb, dagegen wird die Sünde König Davids ja erzählt), die Quellen für die nachbiblische Zeit, sämtlich — nach Meinung des Verfassers ־— aus zweiter Hand, sogar die Ü7u0|1.v>jj1cc1ct des Herodes aus zweiter Hand, bisweilen J.’ eigene Arbeit, eigene Erinnerungen für die römische Zeit neben Cluvius Rufus u. a., die sprachlichen Beweise für die Echtheit der mitgeteilten decreta, die Schlüsse, J.’ Zwecke mit seinem Werke bilden den Inhalt dieses Abschnittes. Er reizt wohl am meisten zum Widerspruch. Das vierte Kapitel handelt über J.’ Judentum und seinen biblischen Text. Das Aramäische ist seine Muttersprache; neben dem hebräischen Text der Bibel benutzt er den griechischen (u. zw. den Text, der gewöhnlich

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