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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1933-01-01 · Heft 3 · p. Seite 198

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
77 (1933)
Issue
Heft 3
Article
Zur jüdischen Altertumskunde
Date
1933-01-01
Page
Seite 198 (sequence 19)
Language
German
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198 B. Heller Namen beigelegt haben. Wir erfuhren schon, daß der Name der Isis bei ihnen מניקן ,מניקה lautete. Anstatt מביקדי kann hebräisch sehr gut auch ״ מנקתdie Säugeamme“ gesagt werden. Diesen Namen glaube ich sicher in dem oben genannten Grenzpunkt יונקת ,יינקת ZU erkennen. Die Formen יינקת oder יונקת sind auf einen sehr geringen graphischen Fehler zurückzuführen, indem infolge Verwischung des ersten Buchstabens מ, in späteren Texten יי oder יו geschrieben wurde. Kurz zusammengefaßt: Nysa in Arabien, die Kultsfätte der Isis, ist מנקת des tannaitischen Grenzverzeichnisses und entspricht dem heutigen es-Sanamen südlich von Damaskus. (Schluß folgt) Über das Alter der jüdischen Judas-Sage und des Toldot Jeschu. Von B. H e 11 e r. Unbekümmert um den Ton, den Prof. Samuel Krauß in seinen jüngsten Untersuchungen über T. J. (MGWJ 1932, 586 bis 603; 1933,44—61) anzuschlagen für gut befunden hat, benütze ich seine Anregungen als willkommenen Anlaß, um die Anschauungen (seine, meine und andere) über Ort, Zeit und Art der Entstehung des T. J., sowie über dessen Bedeutung s a c h 1 i c h nachzuprüfen. L Judas Ischariot im jüdischen Schrifttum. Eigenartigerweise läßt sich Einwirkung der christlichen Judas-Ueberlieferung an einem vorchristlichen Werke des altjüdischen Schrifttums, am Testament der 12 Stammväter beobachten, natürlich an einem späten Einschub. Daß die Stammväter auf Judas Anraten Josef verkaufen,; erinnert christliche Abschreiber daran, daß Jesus von Judas verkauft wurde. Zebulun (III ) rühmt sich, am Kaufpreis nicht beteiligt gewesen zu sein; Gad (II) bekennt, er und sein Bruder Juda, nach anderer H. S. Gad und Simon hätten Joseph verkauft. In 3 Handschriften heißt es: Juda habe für Joseph im Geheimen 30 Silberlinge erstanden, 10 verbarg er, 20 teilte er mit seinen Brüdern. Es lag nämlich die Frage nahe, warum Joseph um 20 (Gen 3728), Jesus

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