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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1932-01-01 · Heft 6 · p. Seite 577

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
76 (1932)
Issue
Heft 6
Article
Zu Schebua ha-ben
Date
1932-01-01
Page
Seite 577 (sequence 3)
Language
German
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Zu Schebua ha־ben 577 Fastengottesdienste zur Zeit außerordentlicher Regennot finden noch jetzt in Palästina statt. In solchen Fällen wird am Sonnabend in den Synagogen im Namen des Rabbinats der Montag oder Donnerstag der folgenden Woche oder der Vorabend des Neumondtages als Fasttag ausgerufen. Auch die Mohammedaner halten bei Regennot besondere Gottesdienste ab. Als im vergangenen Winter im Ost jordanlande große Regennot herrschte, wurde auf freiem Felde in der Nähe der Hauptstadt in Anwesenheit der Stammesoberhäupter und des Emirs des Landes ein feierlicher Gottesdienst abgehalten. Ein französischer Dichter des 14. Jahrhunderts über Raschi. Von Heinz Pflaum. Die Äußerungen der christlichen Dichter des Mittelalters über die Juden bewegen sich immer um dieselben Gemeinplätze; wenn sie nicht einen angeblichen Ritualmord oder eine Hostienprofanation zu denunzieren haben, so wettern sie nur ganz allgemein gegen die Juden, ihre Verstocktheit, ihre Grausamkeit gegen Christus usw. Und dementsprechend sehen sie auch die Juden nur als Masse, als Nation oder als Gemeinde; wenn sie sich (in Spanien) einmal mit einem einzelnen Juden beschäftigen, so ist es gewöhnlich ein Mann, der durch seinen Reichtum oder durch seinen Einfluß Aufmerksamkeit und Neid erweckt. Aber sehr selten sind die Fälle, wo irgendeine Seite des intellektuellen Lebens der Juden ein Echo in den Dichtungen ihrer christlichen Zeitgenossen findet; nur über jüdische Musikanten und Dichter, die sich der Landesspräche bedienen, hören wir hier und da etwas bei ihren Christliehen Kollegen. Es scheint daher der Mühe wert, hier auf eine Stelle hinzuweisen, die in dieser Hinsicht entschieden eine Ausnahme bildet: wo nämlich eine (wenn auch konfuse) Reminiszenz an einen hebräischen Schriftsteller — und einen der größten — sich findet. In einer Handschrift des 14. Jahrhunderts, die 1901 an das Musee Conde in Chantilly gekommen ist1, steht ein noch unge- 1 Fonds Barrois, Katalog Ashbnrnham Nr. 233. Monatsschrift, 76. Jahrgang 37

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