Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 76 (1932)
- Issue
- Heft 6
- Article
- Scheeltoth und Jelamdenu
- Date
- 1932-01-01
- Page
- Seite 558 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/2829132-2829983-2829990-2838004--51618-2838056- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
558 - V. Aptowitzer Scheeltoth und Jelamdenu. Von V. A p towitzer. ' In einer Abhandlung, die gleichzeitig mit diesem Aufsatz oder bald nach demselben erscheinen soll1, habe ich gezeigt, daß Pesikta rabbathi und die beiden Tanchuma Versionen gaonäisches Material aus Scheeltoth, Halachoth Gedoloth und Responsen der Geonim enthalten. Zu diesen Entlehnungen aus der gaonäischen Literatur gehören auch vier Jelamdenuderaschoth in der Pesikta rabbathi, von denen zwei unmittelbar auf Scheeltoth und zwei auf Halachoth Gedoloth zurückgehen. Dies führt nun zu der allgemeineren Frage nach dem Verhältnis zwischen Scheeltoth und Jelamdenu-Derascha überhaupt. Ich spreche von Je] amdenu-Derascha und nicht von Jelamdenu, wie es sonst üblich ist, weil ich der ketzerischen Ansicht bin, daß die Existenz dieses vielgenannten Jelamdenu eine Fiktion ist, daß es eine besondere Sammlung von Jelamdenu- Deraschoth — unter welchem Namen auch immer —, aus der alle in verschiedenen Werken enthaltenen Vorträge mit halachischer Einleitung genommen sind, nie gegeben bat. Wenn alle Deraschoth mit halachischer Einleitung einem einzigen Werke, dem Ur-Jelamdenu oder Ur-Tanchuma, entnommen sind, wie der consensus omnium behauptet2, wie erklärt sich die V e rschieden heit der Terminologie? Warum beginnt die Frage in Tanchuma und Pesikta rabbathi mit ילמדנו רביכו, in Debarim r. mit הלכה אדם מישראל und in Ginzbergs Fragment bloß mit 3? הלכה Und warum lautet die Einleitung der Antwort 1 Hebrew Union College Annual VIII. 2 S. die Literatur über die Jelamdenufrage bei Ginzberg, Ginze Schechter I, 32 und Ginzbergs Ausführungen daselbst 33 ff., 449—513. Vgl. noch Eppenstein, Beiträge zur Geschichte und Literatur im gaonäischen Zeitalter S. 56. Ich kann natürlich das Problem hier nicht aufroUen. 3 Fragment IV in Ginze Schechter I, 37—50. Ginzberg bezeichnet das Fragment als ילמדנו הקדמון und Mann, American Journal of Semitic Languages and Literatures XL, 266, bemerkt richtig: ״And yet there still remains the difficulty of how it is that the fragment, supposed to be the early Yelamdenu, does not begin with the characteristic phrase ילמדנו רבנו, introducing the liomily with a Halakah and going over to an Aggadah, but throughout uses the phrase הלכה 4‘.הלכה auch in Rum. r., dessen Deraschoth aber aus Tanchuma herübergenommen sind. S. den Nachweis