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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1932-01-01 · Heft 5 · p. Seite 537

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
76 (1932)
Issue
Heft 5
Article
[Rezension]
Date
1932-01-01
Page
Seite 537 (sequence 4)
Language
German
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Besprechungen 537 zu bedauern und mit dem Plane, der in dem ,,Geleitwort“ des I. Bandes entwickelt würde, kaum zu vereinbaren ist. Nach diesem sollten die großen zusammenfassenden Übersichten nicht an S;elle der Einzelartikel, sondern neben sie treten; trotzdem fehlen Schlagwörter bekannter Persönlichkeiten der letzten Zeit, die im JL behandelt sind, wie Deutschiänder, Dizengoff, Dschemal, S. Ehrmann (Agudist), W. Feilchenfeld, Frauberger, die mindestens einen Hinweis verdient hätten; ferner die Behandlung einzelner Rechtsbegriffe, wie Dispense, Drohung, Erpressung, Fahrlässigkeit, Fiktion, Findling, Freiheitsstrafen, Fremder und Fremdvölker, Handelsrecht, sowie mancher Hauptbegriffe der Weltanschauungslehre, wie Denkfreiheit, Ebenbild Gottes, Ehre, Ekstase, Erkenntnis Gottes, Ewiger Friede, Ewigkeit, Fatalismus, Feindesliebe, Fleisöh, Freiheit, Freude, Freundschaft, Frömmigkeit, die im JE meist besonders gelungen sind. Endlich vermissen wir die Behandlung der Schlagworte Deräscha, Dialektik, Ei, Erbauungsliteratur,. Ernte und Erntefest, Euklid, Feuer, Fisch, Händewaschen, Hattara, Homiletik. Einzelnes ist im JL sogar vollständiger oder besser behandelt. Beim Eigentum denkt das JL mit Recht auch an das geistige; in dem Artikel über den Orientalisten S. Fräenkel (nicht Fränkel) nennt das JL das richtige Jahr der Ernennung zum Professor (1886, nicht 1893) und gibt das Schriften- Verzeichnis vollständiger; der Druckfehler der EJ Deiches statt Daiches, der za falscher Anordnung des Stichwortes führte, hätte sich durch einen Blick ins Lexikon vermeiden lassen; dort hätte die Schriftleitung auch gbfunden, daß Hilferding dem Judentum nicht mehr angehört (sie hebt Austritte grundsätzlich hervor), aber auch, daß die Hermetik einen gewissen Einfluß auf das Judentum geübt hat, der dem Bearbeiter der EJ nicht bekannt war. In dieser Sammlung, weniger Proben liegt keine Höher־ bewertüng des JL oder auch nur der dort geleisteten Redaktionsarbeit; auch dies Werk hat seine Mängel (s. 0. S. 246 ff. ); und faenn die; Wissenschaft und das Judentum der E J für die großen, zusammenfassenden Beiträge besonderen Dank schuldet, mit denen kein kleineres WTerk in Wettbewerb treten kann, so dürfen sich Bearbeiter und Leitung in diesen'Dank teilen. Aber als das spätere und umfassendere Werk sollte die E J suchen? nach keiner Richtung hinter dem JL zurückzustehen. . - Endlich fragt sich, ob Schriftleitung und Mitarbeiter den Leserkreis des Werkes ausreichend berücksichtigt haben. Die EJ ist nicht nur;für solche Leser bestimmt, die den Stand der Forschung im Ganzen bereits kennen und nur ,die Stellung oder die neuen Ergebnisse des jeweiligen•JBearbeiters kennen lernen wollen. So wertvoll es ist, daß unter dem Stichwort;,Hebräische Sprache“ die Geschichte des Hebräischen yon den Anfängen bis in die Gegenwart hinein unter einheitlichen Gesichtspunkten mit neuen Ergebnissen verfolgt wirdj so'wenig entspricht es ü. E. dem Zweck eines auch für Laien geschriebenen Sammelwerkes,־ wenn ändere Ansichten nur polemisch gestreift, nicht eingehend mitgeteilt Werden. Noch schlimmer sind Wendungen in anderen Beiträgen/ die der Nichtfächmann notwendig mißverstehen muß. So soll es hach V 558 ,,für die jüdische Geistesgeschichte als charakteristisch gelten können, daß fremde Bewegungen von ihr ignoriert

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