Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 76 (1932)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Zur Frage der Zusammensetzung der Vierländersynode in Polen
- Date
- 1932-01-01
- Page
- Seite 522 (sequence 4)
- Language
- German
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Rahel Wischnitzer-Bernstein 522 Jahre 1753 betrug die Zahl der Landesältesten 25. Nach den Berechnungen Schippers auf Gründ archivalischer Listen aus den Jahren 1666, 1678, 1680, 1762, 1764 betrug die Zahl 23. Im Jahre 5438 (— 1678) scheint die Zahl der Landesältesten 22 betragen zu haben. Im Siwan desselben Jahres beschloß die Synode dem Tiktiner Kreis das Recht zur Teilnahme an den Sitzungen der Synode einzuräumen. Dieser Beschluß trägt 21 Unterschriften. Bei den Beschlüssen der Landessynode findet sich sehr selten eine große Zahl von Unterschriften; dies geschah nach Dubnow, der diese Urkunde veröffentlicht hat, diesmal nur darum, weil die Beschlüsse eine Verfassungsfrage betrafen und daher die Zustimmung aller Beteiligten erforderlich1 war. So betrug die Zahl der Landesältesten im Jahre 1678 21 Personen; nach dem Anschluß des Kreises Tiktin kam noch ein weiteres Mitglied hinzu.. Auf dieselbe Art wuchs die Zahl der Landesältesten im Jahre 1753 auf 25. Ein größeres Ansteigen bemerkt man bei den ,,Schamaim“. Im Jahre 1753 wurde ihre Zahl für die Zukunft auf 22 festgelegt. Bei der Steuerverteilung dieses Jahres sind aber 16 unterschrieben2. Nach dem Zeugnis Bers aus Bolechov, eines bekannten Gemeinde- Vorstehers im 18. Jahrhundert, betrug die Zahl der Landesschamaim3 15. Die Zahl der 7 Landesrichter blieb, wie es scheint, gleichmäßig. Zur jüdischen Kunstforschung. Notizblatt der Gesellschaft zur Erforschung jüdischer Kunstdeiikmäler, Frankfurt a. M. 1931, Nr. 27 und. 28. Die von Ida Posen bearbeiteten Hefte sind dem Rothschild-Museum in Frankfurt a. M. gewidmet. Das Museum wurde 1922 im alten Rothschildhaus (Fahrgasse 146) eröffnet, wo auch das Museum jüdischer Altertümer Aufstellung gefunden hat. Beide Museen werden von der Gesellschaft zur Erforschung jüdischer Kunstdenkmäler geleitet. Der in den Notizblättern zum Abdruck gelangende Katalog des Rothschild-Museums verzeichnet außer den Beständen dieses Museums auch Leihgaben des Museums der Gesellschaft zur Erforschung jüdischer 1 Dubnow in: Sepher ha Jobei le Nachum Sokolow, Warschau 1904, 261. Die Urkunde selbst veröffentlicht auch in ,,Evrejskaja Starina“ 1912, 128, Nr. 20. 2 Istorija Evreev v Rossii, Bd. XI, Moskau: Mir 1914, S. 172, Anm. 2. 3 Levin: Neue Materialien III, 14; M. Wischnitzer, der die Erinnejungen Ber Bolechovs veröffentlicht hat (Berlin 1922), bringt diese Lesart 311 cht.