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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1932-01-01 · Heft 5 · p. Seite 515

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
76 (1932)
Issue
Heft 5
Article
Die Verbindung der Prager Familien Oettingen-Spira (Wedeles) -Bondi
Date
1932-01-01
Page
Seite 515 (sequence 5)
Language
German
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Die Verbindung der Prager Familien Oettingen-Spira(Wedeies)-Bondi 515 ausstehende activ Schulden eintreiben, über den Empfang quittieren, auch sonsten alles . . . führkehren . . /״ Diese Vollmacht wurde in Hannover amtlich beglaubigt. Am 6. September 1715 erklärten die beim Magistrate persönlich erschienenen Erben dem bevollmächtigten Isak Bondi, daß sie der Schifra das 3. Stockwerk überlassen, womit die Sache erledigt war. Diese weitgehende Vollmacht läßt vermuten, daß Isak Bondi der Schifra in verwandtschaftlieher Hinsicht sehr nahe gestanden sein muß. Bevor wir aber darauf näher eingehen, wollen wir über die Familie Bondi einen kurzen Überblick geben. : Salomon, der Vater unseres Isak, war der Senior der Familie Bondi, dessen Ahnen schon im 16. Jahrhundert in Prag ansässig waren1. Er war sehr wohlhabend, besaß einige Teilhäuser und betrieb als Seidenhändler große Geschäfte. Er hatte großes jüdisches Wissen2 3, genoß Ansehen und war als Mitglied des Vor- Standes für die Erhaltung des Friedens in der Gemeinde tätig. Sein Wissen, Reichtum und Ansehen ging auf seine Söhne und Enkel über. Salomon Bondi hatte vier Söhne: Meschullem, Mordechai, Jomtov und Isak. Von diesen starb Mordechai im Jahre 1708 und hinterließ zwei Kinder2 Am 22. Januar 1729 starb sein gelehrter Sohn Jomtov4, dessen Frau Rösl5 6 eine Tochter Abraham Aron Lichtenstadts war. R. Jomtov hatte fünf berühmte Söhne und fünf Töchter2. Von Salomon Bondi ist ein Testament 1 Sein Großvater Salomon und Frau Rachel werden im Jahre 1623 im LJA II, fol. 252׳ genannt; im Jahre 1592 wird Benjamin. Bondi und Frau Regina im LJA I, 229 erwähnt. 2 Vgl. Hock-Kaufmann S. 26. 3 1. Malka, die von ihrem Großvater anläßlich ihrer Verheiratung nach Eisenstadt im Jahre 1720 einige Tausend Gulden erhielt (LJA XVI, 288). Sie starb im Jahre 1727 (B. Wachstein, Grabinschriften in Eisenstadt, Wien 1922, S. 22, Nr. 88). 2. Mordechai, posthumus, der immer kränklich war und i. J. 1728 starb. 4 Er war Rabbiner in Proßnitz, Oberjurist und Rabbiner der Hoch- Synagoge in Prag. 5 Sie starb 1749. Vgl. Maggid, Günzburger, Petersburg 1899, S. 254. 6 1. Kalman (starb 1758), seine Frau Es terl (starb 1769). 2. Naftali Hirz (starb 1772), seine Frau Ghaie. 3. Abraham (1708—1787), Verfasser der Sera Abraham, Prag 1808, seine Frauen Es terl (starb 1742) und Rachel (starb 1804), Töchter des Löb Ulmo. 4. Moses, Rabbiner in Polna פאלץ und des Öaslauer Kreises, seine Frau Lea, Tochter des Abraham Israel 33

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