Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 76 (1932)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Die Verbindung der Prager Familien Oettingen-Spira (Wedeles) -Bondi
- Date
- 1932-01-01
- Page
- Seite 513 (sequence 3)
- Language
- German
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Die Verbindung der Prager Familien Oettingen-Spira( Wedeies )־Bondi 513 und seine ledigen Kinder:: Simon, Mordechai, Chayle und Sehewa genannt werden. Er wird sogar noch im Familienbuch 1748—491;als erster mit seiner Frau Bele und verheirateten Söhnen Simon und Max (Mordechai)2 und ledigen Töchtern Malka3 und Härika genannt. Demnach kann Schifra nicht die Frau des Isak Salömon Bondi gewesen sein, dieses ließe wohl noch die Möglichkeit bestehen, daß sie einen anderen Isak Bondi zum Manne hatte. Doch auch dieses müssen wir ausschließen, da Schifra in allen Akten immer nur als Witwe oder als die Tochter des R. Wolf Wedeies bezeichnet wird. Sie lebte seit dem frühzeitigen Tode ihres Mannes, im Hause ihres Vaters, den sie mit kindlicher Anhänglichkeit betreute und -der. ihr dafür seine väterliche Liebe und Fürsorge in besonderem Maße zuwandte. Uber diese Fürsorge sind wir genau unterrichtet. Im Liber Judaeorum Albus LJA4 befindet sich darüber folgende Eintragung vom 24. März 1710: ,,R. Wolf Simon Spira, anderster Wedeies, Prager Judt und Jüd. Landt Rabbiner, stehet persönlich vor einem Magistrat und bekennet hiezu. Nachdem Er R. Wolf an Seine Tochter Schifferle seine sonderliehe Liebe, treue und Zuneigung von vielen Jahren hero gegen ihn vermerkt und immer täglich mehr vermerken thuet; dahero :gar billig ist, daß Er seine diese Tochter sonderlich bedenke, wessentwegen Er selbte auch in seine Wohnung eingenohmen und haben wolle, daß Sie solche Wohnung eigentümlich genieße und ihr in dieser Ihrer erblichen Wohnung von seinen Söhnen Mich!5 und Elia6, auch seine Söhne Erben und Erbnehmern keine Kinderbeträngnissen angethan werden solle. Obwohl dieses Haus laut 1 Verzeichnis aller aus dem Exile 1745—48 nach Prag zurückgekehrten Juden. Im Prag’er jüd. Gemeindearchiv — JGA. 2 Erheiratete am 23. Dezember 1734 Sehewa, Tochter des R. Jonathan Eibenschütz, sein Alter wird dabei mit 18, ihres mit 15 Jahren angegeben. 3 Sie wurde die Frau des Ephraim, Sohn des Aron Beer Wehli (Inschrift eines Meil aus dem Jahre 1762 und eines Parochet aus dem Jahre 177,7 in der Hochsynagoge in Prag). 4 Grundbuch der Judenstadt, Band X, folio 276—279, Nr. 4823 im Prager Stadtarchiv. 5 Vgl. Gal Ed Nr. 66. 6 Ebenda Nr. 96. - .Monatsschrift, 76. Jahrgang 33