Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 76 (1932)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Die Erforschung jüdischen Denkens im Mittelalter
- Date
- 1932-01-01
- Page
- Seite 494 (sequence 25)
- Language
- German
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494 A. Kaminka den Nachweis gerecht zu werden, daß Mainanni zwar vom (neuplatonisch verstandenen) Aristoteles in der Richtung zum Platonismus abweicht, aber doch an sein Vorbild gebunden bleibt. ChaimNeuburg e r, Das Wesen des Gesetzes in der Philosophie des Maimonides, Breslauer Diss. Behandelt die Stellung zum Gesetz unter Heranziehung sämtlicher Schriften des Denkers im Rahmen seiner Weltanschanung. Bemerkungen zu Hildesheimers ״Mystik und Agada“ (s.o. S.470L). S. 8 oben. Das Ansehen der Nägel bei der Habdala hat mit Mystik nichts zu tun. Der in dem kurzen Auszug bei Musafia fehlende Grund wird ־in dem ausführlichen Text in ח״ג nach dem Talmud angegeben: Man soll die Benediktion erst dann aussprechen, wenn man den Nutzen des Lichtes sieht. — Seite 9 Mitte. Maziiach war nach der angeführten Quelle bei Harkavy Richter in Sizilien und nicht ,,sein“ (Hais) Dajan. Nicht Maziiach, sondern Hai wollte die Bedeutung eines Psalmen verses feststellen. ,,Erwiderte erregt“ steht nicht in der Quelle. — S. 13, oben. דבר הקל in der Quelle Anm. 66 bedeutet nicht, das Wasser sei eine Bagatelle, sondern geringwertig, d. h. im Vergleich zu andern Getränken. — S. 22, Anm. 38. Warum glaubt der Verfasser, in ח~ג Nr. 93 (nicht 3ל) und תשי׳ר II, Nr. 16 werde ,,das Responsum wohl irrig im Namen R. Natronais mitgeteilt?“ Bet Josef zu Tur Orach Chajim, § 605 (nicht 505) bringt das Responsum selbst nicht, es führt nur eine Mitteilung des Salomo b. Aderet an. Dieser aber, der von Schlachten von Gänsen und Hühnern am Rüsttag des Versöhnungsfestes als בפרה spricht, sagt nur, er habe gehört, daß Hai Gaon, der darüber befragt worden sei, diesen Brauch bestätigte. Sal. erzählte also nur von Hörensagen, er selbst hat das GA. Hais nicht gesehen. Das Responsum Nr. 299 trägt nicht den Namen Scherira, sondern Scheschna. — S. 23, Anm. 45. Ende muß es אמובות statt אומבות heißen. H. Tykocinski. Beiträge zur Erklärung der Esra-Apokalypse und zur Rekonstruktion ihres hebräischen Urtextes. Von A. Kaminka. (Fortsetzung) XY. Weitere rabbinische Parallelen1. 323־. Erregung darüber, daß Zion verödet ist, während die Bewohner Babylons in Glück und Fülle leben. Vgl. Exod. r. XXIX, 9 R. Akiba (j. Ber. IX, 3, f. 13c und Midr. Schoch, t. Ps 1812, 10425 J 1 Außer Talmud und Midraschim (nach ed. Wilna) werden Sohar und ältere synagogaie Dichter angeführt, deren ■Überlieferungen oft die alte Agada ergänzen oder beleuchten.