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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1932-01-01 · Heft 4 · p. Seite 451

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
76 (1932)
Issue
Heft 4
Article
Die Erlösung Elisa b. Abujahs aus dem Höllenfeuer
Date
1932-01-01
Page
Seite 451 (sequence 40)
Language
German
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Die Erlösung Elisa‘ b. Abnjahs aus dem Höllenfeuer 451 dem Einflüsse des R. Meir, der unmittelbar vorher gestorben war, zugeschrieben. Der Bericht, in dem dieser Einfluß R. Meirs bei Gott im Himmel auch von R. Johanan anerkannt, aber gleichzeitig in seiner ungünstigen Verwendung verurteilt wird, läuft in einer Verherrlichung des R. Johanan aus, der, wie R. Meir, nach seinem Tode es bei Gott erwirkte, daß die schon viele Jahre anhaltende Strafe Elisa's in der Hölle aufhörte. Im palästinischen Berichte bewirkte R. Meir allein die Erlösung Elisa's aus der Hölle. Als unmittelbar nach dem Tode Eliüa's ein vom Himmel herabgesandtes Feuer sein Grab als das eines zur Hölle verurteilten Sünders umloderte, bewirkte das Gebet des R. Meir und seine Selbstaufopferung das Verlöschen des Feuers; und nach seinem eigenen Tode trat er bei Gott für die Entfernung Elisa's aus dem Höllenfeuer ein, wo er nach der Meinung des R. Meir vom Grade seiner Versündigung und vom Maße seiner Verdienste als Thorahgelehrter seine schweren Vergehungen genügend abgebüßt hatte. Diese grundsätzlichen Unterschiede zwischen den beiden Berichten in der Beurteilung der Versündigung Elisa's, des Urhebers und der Dauer seiner Strafe in der Hölle, des Vermittlers und des Verlaufes seiner Erlösung, und in dem über ein Jahrhundert lang rauchenden Grabe fordern die Annahme zweier, schon in ihrem Ursprünge verschiedener Darstellungen über die Schritte R. Meirs zur Erlösung seines Lehrers nach dessen Tode. Da aber der verschiedene Verlauf der Erlösung in den beiden Berichten deutlich von der Verschiedenheit in der Auffassung von der Versündigung Eli§a's bestimmt wird, scheinen über die Beurteilung Elisa's seitens der Lehrer zwei verschiedene, einander widersprechende Überlieferungen bestanden zu haben. Die eine war die R. Meirs und seiner Schüler, die Eliäa' unmittelbar vor seinem Tode durch Reue, und gleich nach seinem Tode von R. Meir selbst durch die Betonung von Elisa's Thorahstudium, zum Teile als erlöst beschrieb und ursprünglich keine weitereVermittelung bei Gott als notwendig erachtete, doch, wie es scheint, in ihrer weiteren Entwickelung das Eintreten R. Meirs nach seinem Tode bei Gott für die endgültige Erlösung Elisa's meldete. Die andere Erzählung, die an Elisa's Handlungen gerade wegen seiner Thorahkenntnisse einen viel strengem Maßstab anlegte, wie dieses auch aus Rabbis Anwendung von Hiob 1819 auf Elisa' ersichtlich ist, stellte seine 29’

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