Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 76 (1932)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Die Erlösung Elisa b. Abujahs aus dem Höllenfeuer
- Date
- 1932-01-01
- Page
- Seite 449 (sequence 38)
- Language
- German
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Die Erlösung Elisa4 b. Abujahs aus dem Höllenfeuer 449 können, Elisa" aus der Hölle zu erlösen und in die künftige Weit zu versetzen. Dieser ausführlichere und von dem des palästinischen Talmuds abweichende Bericht von der Erlösung Eli§a"s aus dem Höllenteuer stammt, wie die Äußerungen R. Johanans über R. Meirs und seinen eigenen Vorsatz zeigen, von R. Johanan selbst und dessen unmittelbaren Jüngern. Diese hörten die Bemerkungen ihres Lehrers über die Absicht R. Meirs und deren Verwirklichung, über den Tod Eli§a"s und sein unentschiedenes Los im Jenseits, über das rauchende Grab und R. Johanans erklärte Absicht aus dessen Munde und fügten nur das Aufhören des Rauches nach dem Tode R. Johanans und die Äußerung des Trauerredners über denselben hinzu. Die Erzählung Rabbah b. bar-Hannahs von dem Rauche, der aus der Hölle durch eine Erdspalte aufstieg, könnte für den Rauch aus dem Grabe Elisa's eine natürliche, wenn auch nicht ganz befriedigende Erklärung nahelegen. Das Grab Eliäa's befand sich in der Nähe des Tiberiassees, wo R. Meir, der in Tiberias wohnte, gleich nach Empfang der Nachricht vom Brande des Grabes dasselbe besuchte. Es war natürlich nicht nur R. Meir selbst, sondern auch seinen Schülern und anderen Bewoh-־ nern der Stadt und deren Umgebung bekannt, und es waren darüber in Tiberias, wo Elisa" als der ehemalige Lehrer des R.Meir bekannt war, Einzelheiten, in dessen Namen von Schülern erhalten und wiedererzählt, im Umlaufe. Als R. Johanan, der mehrere Aussprüche R. Meirs, wahrscheinlich von dessen unmittelbarem Schüler R. Simon b. Eleazar empfangen, tradierte1, sein Lehrhaus von Sepphoris nach Tiberias verlegte, hörte er so manche Einzelheit aus dem Leben und Wirken des R. Meir in Tiberias, von seinem noch bestehenden Lehrhause und seinem Verkehr mit Elisa", und unter anderem von dem aus Eliäa's Grab aufsteigenden Rauche und R. Meirs Urheberschaft desselben. R. Johanan dürfte sich persönlich von der Tatsächlichkeit des rauchenden Grabes durch einen Besuch desselben überzeugt und im Zusammenhange damit seiner Mißbilligung über R. Meirs Vorsatz und dessen Verwirklichung Ausdruck gegeben und sich vorgenommen haben, für die Erlösung Eli§a‘s bei Gott einzutreten. 1 Bacher, Palast. Amoräer, I, 206. Monatsschrift, 76. Jahrgang 29