Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 76 (1932)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Die Erlösung Elisa b. Abujahs aus dem Höllenfeuer
- Date
- 1932-01-01
- Page
- Seite 423 (sequence 12)
- Language
- German
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Die Erlösung Elisa6 b. Abujahs aus dem Höllenfeuer 423 Lehrern außer R. Huspith auch R. Jeäebhabh zu den zehn Märtyrern gezählt wird1, ist es wahrscheinlich, daß beide in Galiläa hingerichtet wurden, etwa in Sepphoris selbst oder in Tiberias, wo sie Thorah lehrend oder lernend waren ergriffen worden. Was R. Huspith oder R. Jehudah, den Bäcker, nach dem Tale Gennesar geführt hat, wo der eine oder der andere von den Römern getötet ward, ist in den Berichten nicht angedeutet; vielleicht war dort ihre Heimat. 2. Als R. Meir seinen schwer kranken Lehrer EliSa‘ b. Abujah besuchte; fragte er diesen: Willst du nicht in Reue umkehren? Als Eli§a‘ erwiderte: Wenn ich (jetzt) bereue, werde ich (noch) aufgenommen werden? antwortete R. Meir: Nach Psalm 903a nimmt Gott den Reuigen bis zur völligen Zermalmung der Seele (bis zum Tode) auf2. Als Eli§a‘ hierauf weinte und so verschied, freute sich R. Meir, weil er im Herzen dachte und sprach: Es scheint mir, daß mein Lehrer in Reue starb. Daß Gott die Reue des Sünders bis unmittelbar vor seinem Tode annimmt, ist aus der alten, pharisäischen Vorschrift ersichtlich, nach welcher der zum Tode verurteilte Sünder durch sein Sündenbekenntnis unmittelbar vor seiner Hinrichtung einen Teil an der künftigen Welt wirbt3. Daß das Sündenbekenntnis dem Sünder diesen Anteil 1 Midr. Cantic. ed. Grünhut, 7a; Midr. Psalm 9,. 13. 3 jer. Hagig. II, 77c!:אמר לו ולא כן כתיב תשב אבוש עד דכא עד דכדוכה שלנפש מקבלין Bacher, Tannaiten II, 64, 1. Vgl. den Ausdruck b'en־cAzzais in Sifre Deut. 65, 32, 73a: שמעון בן עזאי אומר בכל נפשך, אוהבהו עד מיצוי הנפש, liebe Gott mit deiner ganzen Seele, bis zum Auspressen deiner Seele; Bacher, Tannaiten 1,418,2. 3 Synhedr. 62: היה רחוק מבית הסקילה כעשר אמות אומרים לו התודה שכן דרך המומתים מתודין שכל הממודה^יש לו חלק לעולם הבא,« " ואם איבו יודע להתוודות אומרים לו אמור תהא מיתתי כפרה על כל עונותי, wenn er nicht weiß, wie er seine Sünden bekenne, sagt man ihm: Sprich: möge mein Tod Sühne für alle meine Sünden sein! In Tos. Synh. '9S; jer. VI, 23b, 62; b. 44b; Semah. 29: הרוגי בית דין יש להם חלק לעולם הבא מפבי שהן מתוודין על כל עונותיהם verallgemeinert die Baraitha den Satz: die vom Gerichte Hingerichteten haben einen Anteil an der künftigen Welt, weil sie alle ihre Sünden bekannten. Dieses ist nicht bloß akademische Lehre, sondern gibt den bestehenden Brauch wieder, wie Baraitha Synh. 44b; Tos. 95; jer. VI, 23b, 62 berichtet: ALs ein Mann zur Richtstätte geführt wurde, sprach er: Wenn ich die (mir zur Last gelegte) Sünde begangen habe, möge mein Tod keine Sühne für alle meine Sünden sein und das Gericht und ganz Israel seien frei von Schuld! Es ist hierbei zu beachten, daß die vollzogene Todesstrafe Sühne für die