Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1932-01-01 · Heft 4 · p. Seite 319

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
76 (1932)
Issue
Heft 4
Article
Secharja ben Berechja
Date
1932-01-01
Page
Seite 319 (sequence 7)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
96% known words query
IRI
…/2829132-2829983-2829988-2837627--51322-2837709
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

Secharja ben Be rech ja 319 Heiligtum auch vor den Tagen des Messias wieder erstehen dürfe1; für ihn ,,war die Schechina von der Tempelmauer, die noch stand, nicht fortgegangen"2. Ihn mußte die Frage bewegen, ob nun das Blut gesühnt sei, das am Abgrunde des Tempels geklebt hatte. Es braucht kaum gesagt zu werden, wie diese bestimmte Antwort, die sich hier ergibt, zugleich beweist, daß die Wehereden des Evangeliums nicht Worte sind, die Jesus gegen sein Volk richtete, sondern ein Zeugnis der Auseinandersetzung der Christliehen Gemeinde in der Zeit nach dem Jahre 70 mit der Gemeinde des Judentums. Gebot und Mysterienhandlung. Von Michael Guttmann. Schürers Hauptwerk das seiner Überschrift nach eine Geschichte des jüdischen Volkes für den engbegrenzten Zeitraum der Entstehung des Urchristentums sein will, gibt nur zur kleineren Hälfte das, was man eigentliche Geschichte nennt. Die weit größere Hälfte ist der Darstellung und Kritik der jü~ dischen Religion gewidmet. Das letztere Problem hat freilich auch seine Sonderbearbeitungen gefunden, namentlich durch F. Weber, Jüdische Theologie, W. Bousset, Religion des Judentums (unter veränderter Bezeichnung der bezüglichen Epoche: ״neutestamentliches" bzw. ״späthellenistisches" Zeitalter), und durch den jüngst verstorbenen amerikanischen Religionshistoriker George Foot Moore, Judaism in the first Centuries of the Christian Era (1—III, 1927—1930). Für die ersteren Werke haben sich bereits von verschiedenen Seiten Stimmen der Kritik vernehmen lassen. Besondere Erwähnung verdient die eingehende und gründliche Studie von Felix Perles, ״Boussets Religion des Judentums", die nicht Bousset allein gilt, sondern der ganzen Schule, der Bousset angehört. Über G. F. Moore sind mir keine abschließenden Urteile bekannt. Eine volle Würdigung des ״Judaism" von Moore würde den Rahmen des gegenwärtigen Aufsatzes überschreiten. Etwas 1 p. Maasser scheni 56a. . . . . 2 Midrasch zu Ps 114 und Parallelen, vgl. Bacher, Agada der pal. Amoräer III, 111 ff.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.