Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 76 (1932)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Das Elephantine-Mondjahr
- Date
- 1932-01-01
- Page
- Seite 301 (sequence 3)
- Language
- German
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Das Elßphantine-Mondjahr 301 14. Artaxerxes 20. Darius II. 21. Darius II. 25. Darius II. 28. Darius II. I. Jahr 25 Jahr 4 J ahr 5 Jahr 8/94 Jahr 13/144 Ab Nab. 308, 19.* 1 9. W. Elul I.2 Nab. 328, l.2 10. W. Nisan 15. Nab. 329, 6.3 4 5. W. Kislev 3. Nab. 333, 12. 1. W. Schebat 24. Nab. 338, 9. 3. W. gleichen Tages — Sonnenuntergang :446 v. Ghr. Nov. 16.17.29 Uhr b. Z. A. — nicht sichtbar gewesen sein, sondern erst am Abend des 10• 12. W. Also müßte Kislev 1. 11. 12. W. sein und Kislev 2. 12. 12. W., wie oben eingesetzt. 1 Gowley liest Ab 14. 19. 9. W. Die Rechnung ergab mir Ab 13. 19. 9. W., was oben eingesetzt ist, da auch hier ein Irrtum in dei Datierung vorliegen könnte, und solche kleinen Unterschiede für das hier Beabsichtigte keine Bedeutung haben. 2 Im Papyrus steht Elul Payni, ohne Tagesangabe. Hier könnte der ägyptische Brauch vorliegen, gelegentlich den ersten Tag des Kalendermonats nur mit der Monats bezeichnurig ohne Hinzufügung von ,,Tag 1“ anzugeben. Die Rechnung ergab mir, daß sowohl Nab. 328, 1. 10. W. als auch Nab 328, 30. 10. W. Anfänge jüdischer Monate wären. Da Nab. 328, 30. 10. W. bis zu dem auch unsicheren Datum von Pap. 21 — Nab. 329 — nur 11 Mondmonate für das Jahr ergeben, so ist oben Elul 1. 1. 10. W. mit allem Vorbehalt eingesetzt, wozu auch die Liste (Anm. 11) einen Grund gibt. 5 Nach Gowley ist Nisan 15. sicher, 6. 5. W. ist nach Fotberinghams Rechnung, die ich nachrechnen konnte, eingesetzt. Ich kann jedoch aus der Rechnung allein nur behaupten, daß Nab. 329, 6. 5. W. ein Vollmondstag, nicht aber, daß dieser Vollmondstag der eines Nisan ist, wenn auch die Scnramschen Tafeln dies ergeben. Diese sind nämlich, wie Schram S. XXIII selbst sagt, für den alten jüdischen Kalender nur wertvolle Näherungen. Hiermit meint Schram wohl, daß die Monatsanfänge häufig um einen Tag zu früh oder zu spät angesetzt sind, denn wenn auch die Monatsnamen in dem ,,zurückgerechneten“ Kalender — da man eben für diese alte Zeit die Schaltungsart nicht kennt — um je einen Monat vor• oder zurückgesetzt sind, so kann man dabei von Näherungswerten nicht sprechen. Nach Schram erhielte man für die Monatsangaben oben bei 5: Elul (=F 0 Monate), bei 6 : Tebeth (+ 1 Monat), bei 8:Marcheschwan (—1 Monat), bei 10: Tebeth (+ 1 Monat), bei 13: Kislev (=F 0 Monate), bei 14: Elul (+ 1 Monat), bei 20: Tischri (+ 1 Monat), oder gar Marcheschwan (־F 2 Monate), bei 21: Nisan (=p 0 Monate), bei 25: Tebeth (־f 1 Monat), bei 28: Schebat (=p 0 Monate). Das sind also, ohne 21 mitzurechnen, nur in 3 von 9 Fällen die in den Papyris angegebenen Monate. 4 Sind Jahr 8 bzw. 13 die persischen Regierungsjahre und Jahr 9 bzw. 14 die vom 1. 1. W. ab gerechneten ägyptischen? (s. dagegen Gowley zu Pap. 25, 1).