Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 76 (1932)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Hellenistica [Rezension]
- Date
- 1932-01-01
- Page
- Seite 265 (sequence 3)
- Language
- German
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Eespre chungen 265 a üxöv C^as-cai knüpft Philon Leg. all. II, 81 die Bemerkung iav 6 vou<; 13'/ןן0ס xgctiBsiv ~0 awcpp03üv?]<; xaXXoc... xcd ota toütoü t 6 v 9• s 6 v kütov, C7jas־:a1. Offenbar hat er oder einer seiner Vorgänger caköv nicht nur auf die Schlange, sondern auch auf Gott bezogen, genau wie der aggadische Midrasch die Worte vom Schaufaden Num 1539 ,,ihr sollt i h n sehen“ auf die ,,göttliche Herrlichkeit“ bezieht. Auch manche Wortspiele hätten einer kurzen Erklärung bedurft. So verwertet Philon Leg. all. III, 137 den Anklang von ßpayjwv, das hier das Schulterblatt des Opfertieres bezeichnet, an ßpa/o; ,,kurz“, daher ,,kleinlich“ (wir hatten ,,Arm“ und ,,ärmlich“ übersetzt); weder in der Übersetzung noch in einer Anm. wird der Leser auf den Zusammenhang hin gewiesen. Bezüglich des Verhältnisses Phiions zum Judentum erklären sich die Herausgeber I, XXII b nicht für zuständig. Die Auffassung der Lea als xoTCuuaa ist (gegen II, 483) nicht von לאה + לא (— unermüdlich), sondern nur von ־) לאהsich abmühend.) abzuleiten. Wir wünschen dem Unternehmen, das seinen Hauptzweck durchaus erfüllt, weiteres rüstiges Fortschreiten — wenn auch nicht ganz ohne das schmerzliche Empfinden darüber, daß unsere deutsche Übersetzung finanziell unter weniger günstigen Sternen steht. Hans Lcwy, Neue Phiiontexte in der Überarbeitung des Ambrosius. Mit einem Anhang: neu gefundene griechische Phiionfragmente. Sonderausgabe aus SBA 1932 IV, Berlin 1932, 64 S. Eine Vorstudie zu der Neuausgabe der armenischen Schriften Phiions, mit welcher der Verf. von der Berliner Akademie der Wissenschaften beauftragt ist. Zeigt der ,,Anhang“ die Sorgfalt der Handschriftenstudien des jungen Gelehrten, so ist der Hauptteil nicht minder verdienstlich, da er das gründliche Studium der Kirchenväter, das L. bereits in seiner Dissertation Sobria ebrietas bewiesen hatte, für die Phiionforschung nutzbar macht und die Benutzung der phiionischen Quaestiones zu Gen 121-156 in Ambrosius’ Schrift De Abrahamo erweist. Der Ausgabe der neu gewonnenen Fragmente sind kurze Erklärungen beigegeben. Wenn diese Veröffentlichung eine Probe der späteren Edition geben soll, so darf wohl der Wunsch ausgesprochen werden, daß die philonischen Parallelen möglichst vollständig gesammelt werden und daß verwandte Midraschstellen nicht bloß bezeichnet, sondern mindestens ausgezogen werden, da zumal der nichtjüdische Phiionleser sonst nichts mit ihnen anfangen kann. Erfreulich ist aber, daß L. zur Erklärung sowohl das griechische wie das jüdische Schrifttum heranzuziehen weiß. Zu Stück 36: die Etymologie ־ חובהvita braucht nicht auf ,,griechischer Transkription“ zu beruhen; es wird gewiß die Wurzel .חוד (so schon Gen 22 aus חיה) vorschweben; aber der Wechsel von ו und ב ist im aramäischen nicht unerhört. — Jedenfalls wird man der Ausgabe des armenischen Philon mit Spannung entgegensehen dürfen.